Keine Kraft mehr fürs Werk?– Borkener Industrieareal zu verkaufen

+
Hessen Expo, Messe, Richard K. Rode, Altes Kraftwerk MIT PFAD *** Local Caption *** Borken

Richard Rode fühlt sich im Stich gelassen. Seit über 20 Jahren ist er Besitzer des Alten Kraftwerks in Borken. Nun will er das Werk verkaufen.

Borken. Richard Rode fühlt sich im Stich gelassen. Seit über 20 Jahren ist der 73-Jährige Besitzer des Alten Kraftwerks in Borken.In den ganzen Jahren habe Rode sich ausprobiert, versucht seine Ideen und Konzepte, in und um den Koloss am Rande von Borken, zu realisieren. Doch sei er stets allein auf weiter Flur gewesen, wie er selbst sagt. Nun will der Geschäftsmann nach eigenen Angaben das Objekt für mindestens 1.500.000 Euro verkaufen.

Bevor Rode die Entscheidung für einen Verkauf fällte, habe er in den vergangenen Jahren auf die Unterstützung und das bürokratische Know-How der Stadt Borken gehofft. "Es müsse auch in deren Interesse sein, ein historisch und kulturell so wertvolles Gebäude zu erhalten", erklärt der 73-Jährige im Gespräch mit dem EXTRA TIP. Lediglich Genehmigungen für Veranstaltungen wie Flohmärkte, habe die Stadt Borken ihm erteilt. Doch dazu sei sie auch verpflichtet, habe er für diese Art von Genehmigungen immerhin rechtliche Ansprüche.

"Ich wollte in diesem Sinne keine direkte materielle Unterstützung von der Stadt Borken. Mir wurde aber mehrfach Hilfe zugesagt, sowohl vom ehemaligen Bürgermeister Bernd Heßler als auch von Siegfried Bank, der für den Bereich ‘Wirtschaftsförderung’  zuständig ist."

2013 habe der Geschäftsmann den letzten schriftlichen Antrag für Fördergelder mit Hilfe der Stadt Borken gestellt. Damals bekam er einen Zuschuss für die Sanierung der Dächer des Objekts von insgesamt 14 Prozent des investierten Eigenkapitals, was einer Summe von 3.800 Euro entsprochen habe. Dies sei aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen. Seinen Senioren-Freizeitpark habe er  schließen müssen, da das Bauamt des Landkreises ihm mündlich mitgeteilt habe, dass er die Brandschutzauflagen in diesem Bereich des Objekts nicht erfülle.

Alles beruhe auf mündlichen Absprachen. Auf Nachfrage bei dem Brandschutzbeauftragten des Schwalm-Eder-Kreises, Dieter Ide, teilte dieser mit, das Mängelprotokolle ausgestellt werden, sobald das Bauamt Lücken im Bereich des Brandschutzes feststellt. Somit sollten auch Rode die Missstände schriftlich vorliegen.

Insgesamt müsste der 73-Jährige nach eigenen Angaben um die 80.000 Euro investieren, um die Auflagen zu erfüllen. Menschlich fühle er sich besonders von den Verantwortlichen der Stadt Borken im Stich gelassen: "Beim letzten Gespräch mit Herrn Bank, sagte er zu mir, dass die Stadt Borken besseres zu tun hätte, als einen Herrn Rode zu unterstützen."

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Gudensberg: Geld für Gefangenenturm

Chattengau-Kommune erhält 370.000 Euro Zuschuss zur Städtebauförderung.
Gudensberg: Geld für Gefangenenturm

Fahrplanwechsel ab Sonntag: Mehr Zugfahrten, verbesserte Anschlüsse

Ab dem morgigen Sonntag gilt auch im Gebiet des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) ein neuer Fahrplan. So dürfen sich Nutzer des ÖPNV über verbesserte Anschlüsse und …
Fahrplanwechsel ab Sonntag: Mehr Zugfahrten, verbesserte Anschlüsse

Angestellte mit Schusswaffe bedroht: Raubüberfall auf Gudensberger Lebensmittelmarkt

Am Mittwochabend verübten zwei Männer einen Raubüberfall auf einen Gudensberger Lebensmittelmarkt. Dabei bedrohten sie die Angestellte mit Schusswaffen.
Angestellte mit Schusswaffe bedroht: Raubüberfall auf Gudensberger Lebensmittelmarkt

Melsungen: Kosten für Dauerparker verdoppelt – Angestellte im Einzelhandel sammelten Unterschriften gegen Erhöhung

Das Parken in Melsungen wird zum 1. Januar 2020 deutlich teurer. Vor allem Dauerparker müssen tiefer in die Tasche greifen. Gegen die Erhöhung haben Angestellte im …
Melsungen: Kosten für Dauerparker verdoppelt – Angestellte im Einzelhandel sammelten Unterschriften gegen Erhöhung

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.