Kleines Dorf ganz groß: Mehrere Tausend Besucher beim Jubiläum in Hundshausen

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Viel los auf der Festmeile: Der schöne Sommertag lockt Besucher aus nah und fern nach Hundshausen.
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Viel los auf der Festmeile: Der schöne Sommertag lockt Besucher aus nah und fern nach Hundshausen.
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Forstwirtschaft im Wandel der Zeit - Thomas Sänger und sein Deutsches Kaltblut „Balu“ begrüßen die Gäste auf der Südseite von Hundshausen.
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Am Wochenende feierte das Dorf 1.050-jähriges Jubiläum. Das wundervolle Wetter und tolle Programm lockte zahlreiche Besucher an.

Jesberg-Hundshausen. Besser hätten es die Hundshäuser für ihre 1.050-Jahrfeier nicht treffen können, strahlender Sonnenschein lockte am Sonntag gleich mehrere Tausend Menschen in das 225-Seelen-Dorf. An beiden Ortseingängen waren große Parkplätze ausgewiesen, von dort aus ging es zu Fuß über Festmeile, die sich durch den ganzen Ort zog. Thomas Sänger und sein Deutsches Kaltblut „Balu“ begrüßten die Gäste auf der Südseite – sie gehörten zu „Forstwirtschaft im Wandel der Zeit“. Auch Antje und Christoph Riedesel hatten sich dem Thema verschrieben, eindrucksvoll führten sie historische Motorsägen vor, darunter die Zweimann-Säge Stihl KS-43. Auf der Aktionsbühne an der Kirche ging es nicht ganz so laut, aber dafür umso melodischer zu – so gaben unter anderem die Kuhlo-Bläsergruppe und der Shanty Chor Homberg-Borken ein Stelldichein.

Auf der Wiese zwischen der Tränke und der Borngasse reihte sich ein Oldtimer an den anderen, „eigentlich hatten wir mit etwa 70 Fahrzeugen gerechnet, doch nun sind es doppelt so viele“, zeigte sich Organisator Jürgen Lau zufrieden. Den Kontrast zu den alten Schätzchen bot das „Agrar-Monster“ aus neuester Produktion, passend zum Dorfjubiläum präsentierte ein Aussteller den „Fendt 1050“. Auf dem Hof der Töpferei stand das Handwerk im Vordergrund, Claudia und Martin Burberg boten Schönes und Nützliches, Stefan Lang schmiedete auf seinem Amboss Nägel und ein Steinbildhauer zeigte ebenfalls seine Kunst. Der Wasenberger Erhard Badenhausen stammt ursprünglich aus Hundshausen, vor seinem Geburtshaus nahm er Platz auf einer außergewöhnlichen Holzbank. Doch nicht nur er nutzte sie zum Ausruhen, denn mit ihm passten noch mehr als ein Dutzend weitere Besucher auf das zehn Meter lange Möbelstück, das später mal am Radweg stehen soll. Wer bei den sommerlichen Temperaturen eine Abkühlung brauchte, musste sich in die langen Schlangen einreihen, die sich vor den Getränke- und Eisständen bildeten – ein schattiges Plätzchen fand sich vielerorts ebenfalls, etwa im Weindorf der Burschenschaft oder in der Kirche, wo man zudem noch die große Patchwork-Ausstellung besichtigen konnte.

Einen besonderen Blick auf das Festgeschehen boten die Hubschrauber-Rundflüge, „ich hab sogar unser Haus von oben gesehen“, schwärmte die zwölfjährige Viola aus Jesberg. Beim ersten Flug am Morgen hätten sie einen Hundshäuser und seine Angebetete mitgenommen, berichtete das Heli-Team, in der Luft habe er ihr dann einen Heiratsantrag gemacht, den man auf einer großen Wiese unter ihnen lesen konnte. Noch bis zum frühen Abend feierten die Hundshäuser und ihre Gäste ausgelassen – viele schöne Erinnerungen werden vermutlich bis zur 1075-Jahrfeier und darüber hinaus bleiben.

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