7. Kneipenfest in Fritzlar lockt Nachtschwärmer in die Domstadt

Kneipenfest Fritzlar,
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Kneipenfest Fritzlar,

Das 7. Fritzlarer Kneipenfest war ein richtiger musikalischer Siebenkampf in der Domstadt und lud hunderte Nachtschwärmer in die Kneipen.

Fritzlar. Am Samstag war es herbstlich kalt in Fritzlar, in den Kneipen ging es jedoch umso heißer her: Sieben Gaststätten verwandelten sich in kleine Konzerthallen und boten internationale Klänge.

Cor van Leeuwen, Inhaber des Café Hahn, begrüßte "Riggs and Jeels", die vor allem irische Musik im Gepäck hatten. Weitgereist waren auch die Gäste – Bettina aus Berlin und Claudia aus Basel etwa saßen auf einem bequemen Sofa und genossen das Konzert in der ersten Reihe. Draußen am Marktbrunnen standen derweil fünf Eisengießer aus Stadtallendorf: "wir waren erst beim Bowling, jetzt wollen wir etwas essen und dann starten wir auf unsere Tour durch die Domstadt."

Bereits am frühen Abend tummelten sich zahlreiche Kneipen-Hopper in der Turmschänke. Während das Duo Sixtyfour "Old Man" von Neil Young trällerte, stießen Rettungssanitäter Pascal Steil und eine Gruppe Krankenpfleger auf den schönen Abend an. "Am Hospital 4" war die Adresse für gleich zwei musikalische Leckerbissen. Neben der Theke von Cuba-Libre-Wirt Nassir Iqbal sorgten Los Cuban Boys für kubanisches Flair, im Stockwerk darüber ließen es Sängerin Hanne Walter und ihre Mitmusiker von Sonic Six richtig krachen. "Wir machen jedes Jahr beim Kneipenfest mit", sagte Anne Frank von der Sports-Bar.

Richtig nobel erklang es aus "Das Nägel", gleich mehrere Stücke vom frisch gekürten Literaturnobelpreisträger Bob Dylan brachten die Glimmer Kings zu Gehör. Astrid Krammer und ihr Team hatten unterdessen alle Hände voll zu tun, ihre Gäste mit Getränken zu versorgen. Ein paar Häuser weiter kamen gerade vier Mädels von der Prinzengarde Mandern aus der Taverne Athos. "Das ist unser Konditionstraining für die bevorstehende Karnevalssession", scherzten sie.

Der Auftritt von Doublepack war regelrecht "unter Niveau", allerdings nicht aus musikalischer Sicht – lediglich zum Betreten des unterirdischen Gewölbes ging es über eine lange Treppe hinunter in den Friesenkeller. In einer Nische hatten Sonja Mütze und Peter Vorsatz aus Gudensberg ein gemütliches Plätzchen ergattert und lauschten dem Peter-Gabriel-Klassiker "Solisbury Hill".

In jeder Spielpause wiederholte sich das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel, einige Gäste zogen weiter und räumten ihren Platz für Neuankömmlinge, die von draußen hereinkamen. So zog sich der musikalische Siebenkampf in Fritzlar bis weit nach Mitternacht.

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