Kreativ an die Macht: Tagung zeigte Frauen wie's funktioniert

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Die Tagung "FrauenMacht" ermutigte Frauen auf dem Land dazu "Stärke" zu zeigen. Denn: Sie sollen weg vom Herd und ran an Politik oder Karriere.

Schwalmstadt. "Was Frauen noch lernen müssen ist, dass niemand ihnen Macht gibt. Sie müssen sie sich nehmen." Das sagt die US-amerikanische Schauspielerin Roseanne Barr. Und das ist auch die Überzeugung von Trudi Michelsen, der Frauenbeauftragten des Schwalm-Eder-Kreises. Deshalb lud der Kreis, zusammen mit acht Co-Veranstaltern, zur Tagung "FrauenMacht im ländlichen Raum" ein.

"Gerade auf dem Land können Frauen ihre Karrierewünsche, egal ob beruflicher, politischer oder anderer Art, oft nicht umsetzen", sagt Michelsen, "dem wollen wir mit unserer Tagung entgegenwirken." Es gehe darum, Frauen dazu zu ermutigen sich politisch zu engagieren, gesellschaftliche Ressourcen für sich zu nutzen oder sich beispielsweise mit einer Unternehmensgründung selbstständig zu machen. Michelsen: "Frauen müssen lernen, ihre Lebensentwürfe kreativ umzusetzen." Offensichtlich hatten die Veranstalter mit dem Thema den Nerv der Schwalm-Eder-Frauen getroffen, denn rund 50 Teilnehmerinnen wollten im Hephata Diakoniezentrum in Schwalmstadt-Treysa "Stärke" lernen.Unter anderem von der Politikerin Regine Müller, die als ausgebildete Kindergärtnerin jetzt den südlichen Schwalm-Eder-Kreis im Hessischen Landtag vertritt. "Ich hätte niemals gedacht, dass ich irgendwann mal im Landtag sitze", sagte sie, "es hat mich zwar eine Menge Zeit und Nerven gekostet, aber es hat sich gelohnt".

Gründe dafür, dass Frauen bei der Umsetzung ihrer Lebensträume oftmals scheitern, nannte Dr. Birgit Richtberg, Bürgermeisterin der mittelhessischen Kleinstadt Romrod: "Frauen werden vor Realitäten gestellt, denen sie sich oft nur schwer entziehen können. Beispielsweise die Erziehung der Kinder oder die Betreuung und Pflege von älteren Familienangehörigen." Deshalb müsse Frauen, die sich politisch engagieren oder Karriere machen wollen, der Rücken freigehalten werden. Richtberg: "Dabei geht es auch darum, Netzwerke zu bilden, diese zu pflegen und zusammenzuarbeiten – natürlich auch mit Männern.""Netzwerkbildung", "Existenzgründung", "Demokratiebeteiligung" waren dann auch die Themen der Workshops, in denen die Teilnehmerinnen zusammen mit den Coaches Mona Fresz, Anette Welp, Christine Vonderheld-Ebner und Dr. Birgit Richtberg das erarbeiteten, was erfolgreiche Frauen ausmacht: Mut, Selbstbewusstsein und vor allem das Vertrauen auf die eigene Stärke.

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