Kreis soll weitere Unterkunft für 1.000 Flüchtlinge bereitstellen

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Land Hessen beauftragt Schwalm-Eder-Kreis mit der Errichtung einer weiteren Notunterkunft für bis zu 1.000 Flüchtlinge.

Schwalm-Eder.Eine weitere Notunterkunft für 1.000 Flüchtlinge bereitstellen: Diesen Auftrag hat der Schwalm-Eder-Kreis jetzt vom Land Hessen bekommen. Wie Sozialminister Stefan Grüttner in einer Pressemeldung mitteilt, sollen die heimischen Katastrophenschützer (Feuerwehr, DRK, THW etc.) dabei die Einrichtung der Unterkünfte, Verpflegung, Betreuung und medizinische Versorgung übernehmen.

Die Kosten für die Einrichtung der Notunterkünfte würden vom Land Hessen übernommen. Zudem werde eine schnellstmögliche gewerbliche Übernahme von Aufgaben wie der Verpflegung, Betreuung und des Sanitätsdienstes angestrebt, um die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vor Ort zu entlasten, erklärt Grüttner.

24.000 Flüchtlinge in Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünften

"Hessen steht wie alle anderen Bundesländer auch weiterhin vor der Herausforderung, zahlreiche Unterkünfte schaffen zu müssen, um die Flüchtlinge unterbringen zu können. Diese können zunächst nicht in bereits vorhandenen Einrichtungen in Hessen untergebracht werden", sagt der Sozialminister. Von Januar bis September 2015 seien in Hessen 42.474 Flüchtlinge angekommen. Die Erstaufnahmeeinrichtungen und ihre Außenstellen sowie die Notunterkünfte seien derzeit mit rund 24.000 Menschen belegt. "Die Herausforderung bleibt riesig und wir suchen weiterhin intensiv nach festen Unterkünften", betont Grüttner.

Nur eine vorübergehende Unterbringungsmöglichkeit

Der Sozialminister erklärt aber auch ausdrücklich, dass es sich bei der zu schaffenden Notunterkunft für 1.000 Flüchtlinge lediglich um eine vorübgergehende Unterbringungsmöglichkeit handele, die dazu diene, die weiter ansteigenden Flüchtlingszahlen in geordnete Bahnen zu lenken. "Diese Unterkünfte sind keine eigenständigen Außenstellen der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen, sondern lediglich vorübergehende Unterbringungsmöglichkeiten", sagt der Sozialminister. Das Regierungspräsidium Gießen sei aktuell dabei, mobile Teams aufzustellen, die bei den Notunterkünften vor Ort die Registrierung sowie die medizinische Versorgung übernehmen.

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