Kreisausschuss fördert Bürgerbusse im Schwalm-Eder-Kreis

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Auch in der Gemeinde Malsfeld fährt ein Bürgerbus, der nun über die neue Förderrichtlinie des Schwalm-Eder-Kreises unterstützt werden kann. Bürgermeister Herbert Vaupel hat angekündigt, einen entsprechenden Antrag auf Förderung zu stellen. Von links: Wilfried Sommer (ehrenamtlicher Fahrer), Lothar Kothe (Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Energie und Landwirtschaft im SEK), Landrat Winfried Becker und Bürgermeister Herbert Vaupel.

Damit jeder Bürger die Möglichkeit hat, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, fördert der Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises mit einer neuen Förderrichtlinie rückwirkend neue und bereits bestehende Bürgerbusmodelle.

Malsfeld. Um allen Bevölkerungsgruppen die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, fördert der Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises mit einer neu aufgelegten, aber bereits rückwirkend zum 1. Januar 2017 in Kraft tretenden Förderrichtlinie, neue und bereits bestehende Bürgerbusmodelle. Förderfähig sind sowohl anteilige Kosten für die Anschaffung, für die Unterhaltung und auch die Planung von Bürgerbuslinien.

Mit der Förderung erhoffen wir uns eine Ausweitung der Mobilitätsangebote im Landkreis. Wir wollen bewusst einen Anreiz schaffen für Ehrenamtsmodelle von Städten und Gemeinden, kommunalen Unternehmen, sonstigen Betrieben und Einrichtungen, die in kommunaler Trägerschaft stehen oder gemeinnützigen Zwecken dienen. Dabei ist Voraussetzung, dass die tätigen Fahrerinnen und Fahrer ehrenamtlich tätig sind.“, so Landrat Winfried Becker.

Mit dieser Förderrichtlinie geht der Landkreis nicht in Konkurrenz mit dem klassischen Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Die Grundversorgung der Mobilität soll weiterhin durch den ÖPNV gewährleistet werden. Vielmehr solle das Angebot im ländlich geprägten Schwalm-Eder-Kreis bedarfsgerecht ergänzt werden. Im Fokus stehen dabei insbesondere Senioren und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, die neben der eigentlichen Fahrt auch teilweise weitere Hilfestellungen benötigen.

Neben der Beschaffung von geeigneten Bürgerbusfahrzeugen werden auch laufende Betriebskosten, sowie die Planung und Werbung für entsprechende Bürgerbusangebote anteilig gefördert. Förderfähigkeit besteht aber erst, wenn an mindestens drei Betriebstagen pro Woche das Mobilitätsangebot für jeweils 3 Stunden vorgehalten wird.

Einen erhöhten Fördersatz zahlt der Kreisausschuss bei der Anschaffung von barrierefreien Fahrzeugen, sowie Fahrzeugen mit alternativen Antriebstechniken. „Dadurch erhoffen wir uns einen weiteren Impuls für die Umwelt zu setzen, um verbrennungsarme oder gar verbrennungsfreie Antriebstechniken einzusetzen und nach und nach zu etablieren. Aber auch die Beschaffung von Fahrzeugen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen soll besonders honoriert werden.“, so Landrat Winfried Becker.

Die Sicherstellung der Mobilität stellt gerade für den ländlichen Raum, unter den Bedingungen des demografischen Wandels, eine dringliche Notwendigkeit dar. Der Ausbau von Fahrtmöglichkeiten erhöht dabei auch die Attraktivität des Wohnens auf dem Land, da die Erledigung der notwendigen Wege keine unüberwindbare Hürde mehr darstellt.

Der Schwalm-Eder-Kreis erhofft sich durch die finanzielle Unterstützung von Bürgerbussystemen sowohl die Sicherung der vorhandenen als auch die mögliche Ausweitung durch zusätzliche neue Angebote.

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