Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder: Handwerk bietet krisensichere Ausbildungsplätze

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Das Handwerk kommt gut durch die Corona-Zeit. Davon profitieren auch Schulabgänger, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, ist sich Kreishandwerksmeister Frank Michel sicher

Kreishandwerksmeister Frank Michel: „Im Gegensatz zu anderen Branchen ist das Handwerk bisher gut durch die Corona-Zeit gekommen“ und biete gute Ausbildungschancen für die kommenden Schulabgänger.

Schwalm-Eder. In den nächsten Wochen geht das Schuljahr zu Ende. Und damit stellt sich trotz Covid-19-Pandemie die Frage, wie es nach der Schule weitergeht. Das Handwerk biete krisensichere Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Das zeige sich gerade in der aktuellen Situation.

„Im Gegensatz zu anderen Branchen ist das Handwerk bisher – mit Ausnahme von wenigen Zweigen – gut durch die Corona-Zeit gekommen“, sagt Kreishandwerksmeister Frank Michel. Bereits im April hatte die Kreishandwerkerschaft die Handwerksbetriebe aufgefordert ihre freien Praktikums- und Ausbildungsplätze zu melden, um interessierten Schulabgängern ein Angebot zu machen.

„Corona hat nicht nur die Schulen, sondern auch die Berufsorientierung lahmgelegt, dennoch gibt es gute Chancen im Handwerk für alle Schulabgänger, auch für Abiturienten“, so Kreishandwerksmeister Michel. Die Kreishandwerkerschaft empfiehlt Schulabgängern in den kommenden Wochen die beruflichen Perspektiven auszuloten. Da biete das Handwerk mit der „Passgenauen Besetzung“ und dem Willkommenslotsen eine kostenlose Beratungsmöglichkeit für Betriebe und Interessenten.

Mit Blick auf Abiturienten weist Michel darauf hin, dass die Gehaltsaussichten nach der Ausbildung in vielen Zweigen mit denen eines Bachelorabschlusses vergleichbar oder sogar besser seien. „Außerdem kann man wohnortnah arbeiten, spart Fahrtkosten und man hat mehr Zeit für Hobbies, Familie und Freunde“, wirbt Michel für eine Ausbildung im Handwerk.

Unterstützungsleistungen für Betriebe die Hauptschüler ausbilden, können ebenfalls in die Beratungen einfließen. Das Land Hessen hat die Antragsfrist in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. Juli verlängert.

Zurzeit werden rund 25.000 junge Menschen in mehr als 10.000 hessischen Betrieben im dualen System in einem Handwerksberuf ausgebildet. Damit stellt das Handwerk gut ein Viertel aller Ausbildungsplätze in Hessen. Die Ausbildungsquote, die das Verhältnis von Auszubildenden zu Beschäftigten im Handwerk ausdrückt, liegt bei 7,4. So werden Azubis im Betrieb schnell ein essenzieller Teil des Teams.

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