Ein neues Kunstwerk für den „Kunstweg 49a“

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Der Künstler Johannes Schaaf (links) erläutert den etwa 60 Gästen bei der feierlichen Enthüllung des „Guck Mal – Hör Mal – Denk Mal“ die Entstehungsgeschichte des Kunstwerks. Getränke aus der Region stehen zum Anstoßen bereit.

Rund 60 Personen waren bei der Einweihung des „Guck Mal – Hör Mal – Denk Mal“ von Johannes Schaaf an der Landstraße zwischen Bischhausen und Zimmersrode nahe der Autobahnbrücke dabei.

Neuental. Seit dem 17. Juni bereichert ein 15tes Kunstwerk den „Kunstweg 49a“ entlang der Trasse der Autobahn A 49. Johannes Schaaf aus Neuental-Bischhausen hat es aus einem rötlichem Sandstein erstellt. Zunächst hatte er aus dem Findling eine überdimensionierte Ohrmuschel herausgearbeitet und mit einem wie ein Ohrring in den Stein eingelassenen Autoreifen auf die befürchteten Lärmbelastungen von der Autobahn Bezug nehmen wollen.

Aufgrund eines Missgeschicks ging das Kunstwerk kurz vor der geplanten Installation zu Bruch. Unter dem Eindruck der im Frühjahr auch im Bereich von Neuental stattfindenden Bauaktivitäten zur Weiterführung der A 49 in Richtung Schwalmstadt entschied sich Johannes Schaaf gegen eine Neuanfertigung. Stattdessen komponierte er die Bruchstücke zu einer erweiterten Botschaft. Die Bruchstücke des Sandsteinohrs wurden dazu auf einer Trägerplatte befestigt, ein Schwert füllt die Hauptbruchlinie und symbolisiert zugleich die wahrgenommene Gefahr. Hinterlegte bunte Scheiben geben schließlich eine Idee von wachsamen Augen.

Johannes Schaaf am „Guck Mal – Hör Mal – Denk Mal“.

„Egal ob Gegner oder Befürworter des Weiterbaus der A 49“, so Johannes Schaaf, „werden wir zwar deren Nutznießer sein können – aber wir werden alle die Folgen zu tragen haben.“

Etwa 60 Personen wohnten der Einweihung des „Guck Mal – Hör Mal – Denk Mal“ an der Landstraße zwischen Bischhausen und Zimmersrode nahe der Autobahnbrücke bei. Der Kunstweg 49a entsteht seit dem Jahr 2009 als ein Projekt der Initiative Schwalm ohne Autobahn. Anfangs waren die Installationen noch als Protestaktionen gedacht. „Nachdem unsere letzte Hoffnung auf eine Verkehrswende jedoch ausgerechnet durch den grünen Verkehrsminister Al-Wazir begraben wurde, konzentriert sich das Wirken von Schwalm ohne Autobahn aktuell vor allem auf die stetige Ergänzung des Kunstweges“, erläuterte der Vorsitzende Jörg Haafke.

„Die Kunstobjekte stehen jeweils in unmittelbarem räumlichen Bezug zu einem bestimmten Baum und bekunden damit ihre Aufmerksamkeit und Sorge für den umgebenden Landschaftsraum“, so der Vorsitzende von Schwalm ohne Autobahn weiter. Am „Guck Mal – Hör Mal – Denk Mal“ wurde eine schlanke, hoch aufwachsende Pyramiden-Pappel gepflanzt, die dereinst die übrigen Gehölze im Umfeld überragen und als Landmarke auf den nördlichsten Punkt des Kunstweges hinweisen soll. Inzwischen weist der Kunstweg 15 Objekte mit Standorten zwischen Neustadt-Speckswinkel im Süden und Neuental-Bischhausen im Norden auf.

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