Zehn Feuerwehrmänner aus dem Schwalm-Eder-Kreis mit Gold ausgezeichnet

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Kürzlich verlieh Landrat Winfried Becker das Goldene Brandschutzehrenzeichen an zehn engagierte Feuerwehrmänner aus dem Schwalm-Eder-Kreis.

Schwalm-Eder. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde zeichnete Landrat Winfried Becker kürzlich zehn Feuerwehrmänner aus Borken, Malsfeld, Melsungen und Spangenberg in Homberg mit dem Goldenen Brandschutzehrenzeichen am Bande aus. Mit der hohen Auszeichnung würdigt das Land Hessen die langjährige aktive Mitarbeit der Feuerwehrleute in einer Einsatzabteilung. Alle zehn Brandschützer stehen seit 40 Jahren bereit, um anderen Menschen bei Notfällen und Unglücken zur Hilfe zu eilen. Mit ihrem Engagement seien die Geehrten leuchtende Vorbilder, betonte der Landrat: „Ihr habt euch einer Aufgabe gestellt, die einem einiges abverlangt.“ Im Gegensatz zu anderen Freizeitbeschäftigungen oder Hobbys sei der Dienst in der Feuerwehr etwas Besonderes, so Becker weiter: „Man muss als Feuerwehrmann permanent auf der Höhe sein und sich beispielsweise immer wieder auf neue Technik einstellen.“ Dies gelte auch für das Einsatzgeschehen, stellte der Landrat fest: „Wenn wir beispielsweise bedenken, was wir mittlerweile für ein Gefahrenpotenzial auf der Straße haben – das sind Herausforderungen, die wir vor 40 Jahren gar nicht gekannt haben.“ Es sei eine reife Leistung, dass sich die Frauen und Männer in den Feuerwehren diesen Aufgaben Tag für Tag stellen würden, sagte Becker anerkennend.

Aktuell gibt es im Schwalm-Eder-Kreis 221 Freiwillige Feuerwehren mit rund 5.000 aktiven Einsatzkräften. Das bedeutet: Bei 180.000 Einwohnern kommt auf 36 Personen ein Feuerwehrangehöriger. Man sei im Landkreis nach wie vor auf einem quantitativ und qualitativ hohen Niveau, verdeutlichte das Kreisoberhaupt: „Wenn der Notruf bei uns in der Leitstelle eingeht, ist innerhalb von zehn Minuten professionelle Hilfe da.“ Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass Brandschutz und das Rettungswesen so gut funktionieren würden, sagte Becker mit Blick auf europäische Nachbarländer: „Unser System funktioniert aber nur dann, wenn Bürger bereit sind, durch aktive Teilnahme am Feuerwehrdienst die Sicherheit im Dorf und der Stadt zu gewährleisten. Das müssen wir den Leuten immer wieder klar machen.“ Vor diesem Hintergrund sei das veränderte Freizeitverhalten in der breiten Gesellschaft durchaus ein Problem, gab der Landrat zu bedenken: „Immer weniger Menschen wollen langfristig Verantwortung in Führungsfunktionen, wie Wehrführer oder Stadtbrandinspektor, übernehmen“, gab der Landrat zu bedenken. Zum Thema „Zusammenlegung von Feuerwehren“ bezog Becker eindeutig Stellung. „Fusionen „par ordre du mufti“ - also mit Zwang von oben - lehne ich ab“, erklärte er mit Nachdruck.

Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel fand ebenfalls nur lobende Worte für die Geehrten. Jeder Einzelne verdiene für seinen Einsatz Anerkennung und Respekt, so der Verwaltungschef: „Um an dieser Stelle Erich Kästner zu bemühen: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Dem schloss sich Kreisbrandinspektor Torsten Hertel an: „Ihr seid der lebende Beweis, dass das nicht nur sinnvoll ist, sondern auch Spaß macht.“

EXTRA INFO

Das goldene Brandschutzehrenzeichen wurde verliehen an:

Udo Lohr (Borken-Arnsbach), Jochen Seip (Borken-Dillich), Edgar Rose (Borken-Freudenthal), Manfred Marx (Malsfeld-Mosheim), Harald Otto (Malsfeld-Mosheim), Peter Wollenhaupt (Malsfeld-Mosheim), Matthias Kördel (Melsungen-Kehrenbach), Dirk Steuber(Melsungen-Obermelsungen), Bernd Deist (Spangenberg-Bischofferode) Jürgen Friedrich  (Spangenberg-Landefeld)

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