Beim Ausheben einer Sickergrube: Fritzlarer Landwirt findet menschliche Knochen

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Landwirt Jürgen Peter an seinem Grundstück in der Waldecker Straße 1 in Fritzlar-Lohne. Als er und seine Lebensgefährtin Ariane Ohlwein eine Sickergrube ausheben wollen, stoßen sie auf menschliche Knochen, darunter auch einen Schädel.

Landwirt Jürgen Peter und Lebensgefährtin Ariane Ohlwein stoßen beim Graben auf menschliche Knochen und einen Schädel – jetzt ermittelt die Polizei.

Fritzlar-Lohne. Gruseliger Fund im beschaulichen Dörfchen Lohne: Beim Ausheben einer Sickergrube stoßen Landwirt Jürgen Peter und seine Lebensgefährtin Ariane Ohlwein auf menschliche Knochen, sogar auf einen menschlichen Schädel. Das war am vergangenen Samstag. Seitdem ist viel Betrieb am Grundstück in der Waldecker Straße 1 in dem zu Fritzlar zählenden Ort. Die Spezialisten der Homberger Kriminalpolizei graben nach weiteren Knochen und Knochenteilen. Begleitet werden sie dabei von den neugierigen Blicken der Anwohner und auch vom Fernsehen. Am Mittwochabend war der „Knochenfund von Lohne“ Thema in der hessenschau.

„Das ist schon ein komisches Gefühl, das in einem hochkommt, wenn man beim Graben plötzlich auf einen Schädel trifft“, beschreibt Landwirt Jürgen Peter gegenüber unserer Zeitung seine Stimmungslage. Peter weiter: „Und es stellen sich natürlich Fragen: Was ist da passiert? Liegt da möglicherweise mehr als einer? Ist der Tote – oder sind die Toten – einem Verbrechen zum Opfer gefallen?“

Fotostrecke zum Knochenfund von Fritzlar-Lohne

Zum aktuellen Zeitpunkt noch wenig sagen können Polizei und Staatsanwaltschaft zu den Knochenfunden. „Die Knochen befinden sich derzeit im Gerichtsmedizinischen Institut in Gießen und werden dort untersucht“, so Polizeipressesprecher Markus Brettschneider. Mit ersten Ergebnissen rechne man gegen Ende dieser oder zu Anfang nächster Woche. Brettschneider: „Beispielsweise Erkenntnisse zu Geschlecht und Alter des Verstorbenen. Oder eventuell auch schon etwas zu möglichen Verletzungen oder der Todesursache.“

Sicher ist derzeit nur, dass die Knochen schon mehrere Jahrzehnte in der Erde lagen – vielleicht sogar 50 Jahre oder länger. Deshalb befragt die Polizei im Rahmen ihrer Ermittlungen auch vorrangig ältere Menschen. Brettschneider: „Beispielsweise ob sich jemand daran erinnern kann, dass in oder um Lohne einmal ein Mensch vermisst worden war.“

Die Menschenknochen sind bereits der zweite ungewöhnliche Fund, den Ariane Ohlwein und Jürgen Peter in der Waldecker Straße 1 machten. Das Paar hatte den Gebäudekomplex – samt Stallungen und Scheune – im Herbst vergangenen Jahres aus einer Zwangsversteigerung erworben. Und beim Aufräumen des Wohnhauses waren ihnen Handgranaten und Munition aus dem zweiten Weltkrieg in die Finger gefallen. „Das war Anfang Januar. Der Kampfmittelräumdienst hat die Sachen dann entsorgt“, erzählt Peter, der jetzt hofft, dass es mit den unangenehmen Überraschungsfunden auf seinem Grundstück nun endlich ein Ende hat.

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