Landwirte in Not: Milchbauern haben Futtermangel wegen anhaltender Trockenheit

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Vizelandrat Jürgen Kaufmann ist sich sicher, dass sich gemeinsam Wege finden lassen, um den Landwirten im Kreis zu helfen

Insbesondere Milchviehbetriebe im Schwalm-Eder-Kreis stehen bereits jetzt unter Druck, den ersten Schnitt des Jahres als Futter einsetzen zu müssen. Um eine mögliche Existenzbedrohung bittet Vizelandrat Jürgen Kaufmann nun die Hessische Landwirtschaftsministerin um Hilfe.

Schwalm-Eder. Aufgrund der extremen Trockenheit der vergangenen Monate leiden viele landwirtschaftliche Betriebe, insbesondere Milchviehbetriebe, im Schwalm-Eder-Kreis bereits jetzt an Futtermangel. In landwirtschaftlich benachteiligten Bereichen, wie beispielsweise im Knüll sind die Landwirte bereits so unter Druck, dass sie zum Teil schon jetzt den ers­ten Schnitt des Jahres als Futter einsetzen müssen.

Ist dies für konventionelle Betriebe schon eine große Herausforderung, stehen die Bauern, die ihre Betriebe auf ökologische Bewirtschaftung umstellen, vor noch größeren Problemen, da das Futterangebot hier deutlich geringer und mögliche Beschaffungswege wesentlich weiter sind. Um eine mögliche Existenzbedrohung von den bäuerlichen Betrieben abzuwenden bittet Vizelandrat Jürgen Kaufmann nun die Hessische Landwirtschaftsministerin um Hilfe.

„Nach meiner Einschätzung gibt es eine Reihe von Möglichkeiten um den Landwirten zu helfen, wie zum Beispiel die förderunschädliche Freigabe von Zwischenfruchtanbau auf ökologischen Vorrangflächen zur Futternutzung“, so der Erste Kreisbeigeordnete. „Auch die Einrichtung einer Futterbörse oder die organisatorische Hilfe bei der Zuordnung zwischen anbietenden und suchenden Betrieben zur Reduzierung von Fahrtwegen wäre hilfreich. Darüber hinaus könnten, bei langen Transportwegen, organisierte Transporte sowie Transportbeihilfen ein Beitrag zur Milderung der Lage sein.“

Jürgen Kaufmann ist sich sicher, dass sich gemeinsam Wege finden lassen um den Landwirten im Kreis zu helfen: „Ich hoffe, dass die Ministerin schnellstmöglich eine positive Entscheidung zum Wohle unserer Landwirte trifft. Wir als Schwalm-Eder-Kreis stehen zu unseren Bauern und ihren Betrieben. Deshalb werden wir das Möglichste tun, um ihnen zu helfen.“

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