Laut und hart gegen den Krebs: Benefizkonzert mit Rockhead für Schallerfriseurin Sela

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„Krebs ist ein Arschloch“ – da sind sich alle Beteiligten des Benefizkonzertes im Rocksalon einig: Die Schaller-Frisöre und die Kasseler Band „Rockhead“ stehen hinter Sela und für den Kampf gegen Brustkrebs ein.
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Ließ sich aus Solidarität die pinke Brustkrebsschleife mit Selas Namen tätowieren: Wallensteinerin Liselotte Salomon.
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Rockhead lockten mit ihrem Kasseler Rocksound 250 Gäste in den Rocksalon des Homberger Friseursalons.
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Standen in der Kälte, um die Würstchen zu brutzeln: (v. li.) Vater Rainer Schaller, Horst Philipp und Nico Bart. Die Homberger Fleischerei Jäger sponserte die Würstchen, die Bäckerei Stübing die Brötchen für das leibliche Wohl beim Benefizkonzert.
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Stillten den Durst der vielen Gäste: Tochter Marie Schaller, Frau Anja Schaller mit Andreas und Uli Hofmeier. Die ersten 50 Liter Bier wurden ebenfalls gesponsert.
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Halten auch in den schlimmsten Zeiten zusammen: Dirk Schaller und Sela Gebre Medhin.

Nachdem bekannt wurde, dass die 22-jährige Äthiopierin an Brustkrebs erkrankt ist, solidarisieren sich viele aus der Region mit der Schallerfriseure-Auszubildenden.

Von VANESSA VON LENGERKEN

Homberg. Eine ganze Region steht hinter Sela Gebre Medhin, der 22-jährigen Schallerfriseurin. Seit bekannt wurde, dass die Äthiopierin an Brustkrebs erkrankt ist, stieß dies auf große Betroffenheit.

Als Liselotte Salomon aus Wallenstein von der Erkrankung ihrer Friseurin hörte, ließ sie sich kurzerhand eine pinke Schleife, dem Symbol gegen Brustkrebs, mit Selas Namen darin stechen. „Sela könnte meine Tochter sein. Sie ist einfach so eine Liebe und immer freundlich. Ich will ihr mit dem Tattoo meine Solidarität zeigen. Sie gewinnt den Kampf, da bin ich mir sicher.“ Salomon selbst verlor ihre Mutter an den Krebs. Sie zeigte, wie viele andere Gäste an diesem Abend auch, durch das T-Shirt mit dem bewusst provokanten Aufdruck „Krebs ist ein Arschloch“ deutlich Flagge.

Selas Schicksal trat auch eine wahre Spendenwelle los. Höhepunkt war ein ganz besonderer Rocksalon, den ihr Chef Dirk Schaller in seinem Homberger Friseursalon möglich machte. Die Veranstaltungsreihe kommt normalerweise in der Vorweihnachtszeit den „Kleinen Riesen Nordhessen“ zugute, „doch das Thema betrifft so viele in der Region. Wir wollen auf Brustkrebs aufmerksam machen“, betonte Schaller.

Kurzerhand erklärte sich die Kasseler Band „Rockhead“ bereit, um beim dritten Rocksalon zu spielen. Seit über zehn Jahren ist die Band mit Schaller befreundet. „Da war es keine Frage, dass wir ihm bei dieser Aktion helfen und unsere Gage in den Spendentopf werfen“, so Sänger und Gitarrist Mike Gerhold. Auch bei den Kasseler Rockern ist Krebs ein Thema, denn sie haben selbst schon Familienmitglieder durch die Krankheit verloren. „So schlimm das alles ist, man sollte nie den Spaß und die Freude am Leben verlieren“, freute sich Gerhold auf den rockigen Abend, zu dem 250 Gäste kamen und bis in die Nacht feierten.

Mit ihrem Rocksound konnte die Band das Publikum gut animieren, viel Geld in den Spendentopf zu werfen: 1.650 Euro kamen beim Rocksalon zusammen – mit den Spenden der letzten Wochen sind es insgesamt 8.000 Euro. Mit dem Geld wird nun die bereits durchgeführte Konservierung von Selas Eizellen bezahlt, um auch nach der Chemo noch Mutter werden zu können. Der Überschuss soll einer Brustkrebsstiftung zugute kommen. Dirk Schaller kann diese Unterstützung kaum fassen: „Absoluter Wahnsinn... danke!“

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