Lesermeinung: SPD Borken das „Intriganten-Stadl“

Fotomontage: Chociaj

Es folgt ein Leserbrief zur Vorstandswahl des SPD-Ortsvereins in Borken

"Wer hofft, an der Basis der SPD noch Demokratie zu finden, findet derzeit „Intriganten-Stadl“! Eine Gruppe von 42 der rund 200 Mitglieder des SPD-Ortsvereins Borken hat sich dem entsprechend jetzt mit dem Nichtverlängern der 14-jährigen Amtszeit des Vorsitzenden Thomas Schulz ein Bauernopfer für das Vergeigen von Bürgermeister- und Kommunalwahl gesucht – auf Betreiben der, natürlich in Amt und „Würden“ bleibenden, ursächlich Verantwortlichen, wie jenem gescheiterten „Bürgermeisterkandidaten“ Carsten Schletzke, weiter SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament; allein der alte Stadtverordnetenvorsteher Heinz Meier muss noch hintanstehen, der nach der Kommunalwahl auch nicht im Magistrat unterzubringen war, als sich für den bei Kindern wie Eltern wohl unbeliebtesten Direktor, den die GHS jemals hatte und haben wird, nach Kumulieren und Panaschieren kein Platz mehr in der Fraktion fand, in die Schulz, der – anders als sein Namensvetter in Brüssel/Berlin – die letzten 14 Jahre engagiert für Soziales gekämpft hat, sicher eingezogen ist. Zur neuen Borkener SPD-„Spitze“ wählte der Heßler/Schletzke-Fanclub des Ortsvereins an einem teils tumultartigen Abend die Gattin von Schletzke, Sabine Scherer.

In Borken sind damit beide „Spitzenämter“ bei einem ganz besonderen Ehepaar: Kurz vor der Kommunalwahl nach Borken zugezogen, hat Scherer noch als Stadtparteivorsitzende der Wolfhager SPD zu verantworten, dass dort bei den letzten beiden Kommunalwahlen die SPD erst von knapp 50 Prozent auf 41 Prozent und dann, aktuell, noch einmal auf 37 Prozent absackte, während Schletzke die Borkener SPD mit seiner „Kandidatur“ von absoluten Mehrheiten auf 31 Prozent abstürzen ließ und den Weg für die 33 Prozent bei der Kommunalwahl ebnete. Der „neue“ SPD-Stadtparteivorsitzende aus Kleinenglis, Sascha Rzaczek, ist dazu passend aus demselben Heßler-Holz geschnitzt wie der alte – ebenso die allermeisten Mitglieder im Stadtpartei-, jetzt auch Borkener OV-Vorstand.

Für den H./S.-Fanclub nicht mehr wählbar wurde Schulz, weil er in seinem Rechenschaftsbericht den SPD-„Granden“ in Stadt und Kreis nicht zum ersten Mal neben vielem anderen vorhalten musste, als Delegierte die Ortsvereinsbeschlüsse ignoriert und deren Umsetzung sabotiert zu haben, was in der OV-Versammlung im November Mitglieder fragen ließ: Wieso machen wir uns hier die Mühe, Beschlüsse zu beraten und zu fassen, die unsere Delegierten, Stadtverordneten und Kreistagsabgeordneten ebenso wie der SPD-Bundestagsabgeordnete Franke quasi „in den Wind schießen“?!? Zuletzt wurde so die Kreisausschusskandidatur des OV-Mitglieds Hans Griese von Bernd Heßler, Ute Talic und Sonja Lehmann mit Dr. Edgar Franke im Kreis nicht unterstützt und – zugunsten eines Jesbergers – vereitelt.

Bezeichnend, dass dem Neumitglied des Ortsvereins Scherer dazu nichts anderes einfällt als ihre Abneigung zum „Imperativen Mandat“. In der Borkener SPD ist also jetzt – statt des sozial engagierten politischen Handelns im Sinne eines Willy Brandts mit Schulz – die pseudo Harmonie-Partei mit Schulterklopf-Charakter der neuen Vorsitzenden und Schletzke-Ehefrau Scherer angesagt, stromlinienförmig und linientreu."

Hans-Jürgen Schulz, Borken (Widerstandsbereites (!) SPD-Mitglied seit 55 Jahren)

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