"Der arme Gaul!": Leser-Reaktionen zum Artikel Pferd wird in Garage gehalten

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So berichtete unsere Zeitung am 12. Juli.

Schwalm-Eder. Ein junges Pferd, das in einer Fertig-Garage gehalten wird – unsere Titelgeschichte vom 12. Juli (hiernachzulesen) hat hohe Wellen geschlagen. Auf unserer Facebookseite und auch per E-Mail erreichten uns viele Reaktionen von Lesern – diese reichen von Kopfschütteln bishin zu Wut, einige bringen jedoch auch Verständnis für die Situation auf.

Wir haben eine Auswahl der Kommentare zusammengestellt: Catja C. sieht die Schuld vor allem beim zuständigen Veterinäramt: „Das Veterinäramt interessiert sich eh einen Dreck für den Zustand vieler Tiere und unternehmen nichts!“ – sechs „Gefällt-mir-Angaben“ bekam sie dafür. Sigrid N. sieht das ähnlich: „Unglaublich, aber weiß aus eigener Erfahrung, dass die nix machen“, schreibt sie in die Kommentare bei Facebook. Hossini-Lama H. hingegen verteidigt das Veterinäramt, dass die Haltung des Pferdes in Ordnung findet: „Hier auf das Veterinäramt zu schimpfen, ist nicht der richtige Weg. Das Grundproblem ist, dass Tiere als ,Sache’ vor dem Gesetzt gelten, damit ist eigentlich schon mal klar, welchen Stellenwert Tiere haben, und somit sind dem Veterinäramt die Hände gebunden, so lange es keine gravierende Mängel vorliegen.“ Und fügt  hinzu: „ So lange das Tier keine Mängel hat, kann/darf sein Besitzer fast alles mit dem Tier machen.“ Hier müsse also der Gesetzgeber aktiver werden. Facebook-Nutzerin Lisa L. fordert eine Bestrafung der Besitzer, denn „ein Herdentier einsam in einer Garage... Da fällt mir nix mehr ein.“

 Kerstin S. hingegen findet den Aufschrei um die umstrittene Haltung des Pferdes jedoch „völlig übertrieben“. Auf der Facebook-Seite von lokalo24.de, der Homepage unserer Zeitungsgruppe, schreibt sie: „Wo ist das Problem? Die Garage ist so groß wie eine Pferdebox und ein Paddock ist auch direkt dran wo das Pferd den ganzen Tag raus gehen kann, klar mit Weidegang nicht zu vergleichen aber in einem Reitstall stehen Pferde auch in Boxen teilweise sogar ohne Paddock, da regt sich keiner drüber auf.“ Neun mal wurde Kerstin S. per „Gefällt-mir-Angabe“ virtuell zugestimmt.

 Besonders bedenklich ist eine E-Mail, die unsere Redaktion erreichte: Eine vermeintliche Anwohnerin will beobachtet haben, dass das Pferd schon seit mindestens zwei Jahren so gehalten wird. Die Mieterin des Grundstücks sagte gegenüber Lokalo24.de jedoch, dass das Pferd, das verkauft werden soll, noch nicht lange in der Garage stünde.

Bleibt zu hoffen, dass der junge Hengst schnell einen neuen Besitzer findet.

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