Literarisch-musikalische Lesung von Erich Kästner-Werken in Fritzlar

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Erich Kästner um 1930.

Literarisch-musikalische Lesung im Fritzlarer Rathaussaal: Berliner Autorin Antje Schneider liest Texte und Gedichte von Erich Kästner.

„Aber unterkriegen lassen? Niemals!“ – so lautet der Titel der literarisch-musikalischen Lesung mit Texten und Gedichten von Erich Kästner, zu der der Kulturverein Fritzlar am Samstag, 4. November, einlädt. Es liest die Berliner Autorin und Sprecherin Antje Schneider. Musikalisch begleitet wird sie von ihrem Mann Martin (Gesang) sowie von Angela Stoll (Klavier).

Erich Kästner ist eine der herausragenden Figuren der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Er war Schriftsteller, Kinderbuchautor (wer kennt nicht das „Doppelte Lottchen oder „Emil und die Detektive“), aber auch Lyriker. Von ihm stammt der Begriff Gebrauchslyrik. Damit meint er eine Lyrik, die jeder versteht, die das „Publikum lesen und hören (kann), ohne einzuschlafen“.

Eine Kostprobe: „Für Stammbuch und Stammtisch: Freunde, nur Mut! Lächelt und sprecht: „Die Menschen sind gut, bloß die Leute sind schlecht“

Mit seiner Entschlossenheit und seinem Mut, gegen den Strom seiner Zeit zu schwimmen, war Erich Kästner bald auf der schwarzen Liste der Nationalsozialisten. Seine Bücher wurden bei der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933, die gleichzeitig in den meisten Städten des Deutschen Reichs stattfand, zusammen mit den Werken von Heinrich Heine, Franz Kafka, Kurt Tucholsky, Heinrich Mann und vielen anderen Größen des deutschen Geisteslebens „den Flammen übergeben.“

Am Samstag, 4. November, ab 19.30 Uhr, werden Antje Schneider (Rezitation), Martin Schneider (Gesang) und Angela Stoll (Klavier) im Rathaussaal ein musikalisch-literarisches Programm mit Texten und Gedichten von Erich Kästner sowie Chansons der Zeit von Paul Abraham, Walter Kollo unter anderem vortragen.

Karten in der Touristinformation (Tel. 05622-988643) zu 13 Euro, ermäßigt (auch für Mitglieder des Kulturvereins) 11 Euro, Abendkasse 14 bzw. 12 Euro.

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