36 Löcher für Gudensberger Golfer: Waldecker Golfclub-Betreiber übernehmen Anlage im Schwalm-Eder-Kreis

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Auf gute Zusammenarbeit: Golfpark-Besitzer Hans-Wilhelm Kleppe (li.) stellte vergangene Woche das neue Betreiber-Team, bestehend aus (v. li.) Henning Hocke (Geschäftsführer und sportlicher Leiter), Adrian Lamm (Gesellschafter-Geschäftsführer) und Markus Hess (Mitgesellschafter) vor.

„Aus 1 wird 2!” – unter diesem Motto gehen die neuen Betreiber des Gudensberger Golfparks an den Start. Adrian Lamm und Markus Hess, die bereits den Golfclub in Waldeck führen, übernehmen ab Januar 2020 in Gudensberg.

Gudensberg. „Das Jahr 2019 wird ein Übergangsjahr“, das gab Unternehmensberater Frank Müller im März beim Frühjahrsempfang des Golfparks Gudensberg bekannt. Kurz zuvor waren die Betreiber, Julia und Dennis Hilgenberg, ausgestiegen. Die beiden hätten sich sowohl privat als auch beruflich getrennt, so Golfpark-Besitzer Hans-Wilhelm Kleppe im März, der nach dem Ausscheiden der Hilgenbergs – Julia ist Kleppes Tochter – den Betrieb erst einmal weitergeführt hat. Parallel lief die Suche nach einem Pächter oder einer Betreibergesellschaft, die jüngst abgeschlossen werden konnte.

In der vergangenen Woche präsentierten Kleppe und Müller den Vereinsmitgliedern vor Ort im Golfpark die neuen Betreiber. Namentlich sind es Markus Hess und Adrian Lamm, die als Betreibergesellschaft ab Januar 2020 den Neun-Loch-Platz mit Minigolf- und Fußballgolfanlage in Gudensberg übernehmen. Die beiden sind keine Unbekannten in der nordhessischen Golf-Szene: Erst vor wenigen Monaten haben sie den insolventen Golfclub in Waldeck nach eigenen Angaben wieder auf Kurs gebracht.

Es habe viele Interessenten gegeben, man habe jedoch nach einer langfristigen Lösung gesucht. Die habe man mit Lamm und Hess gefunden. Denn die Betreibergesellschaft habe eine Pachtvertrag über zehn Jahr unterschrieben. „Dabei war uns wichtig, dass alles, was sich bewährt hat, auch beibehalten wird“, sagte Müller bei der Vorstellung der neuen Betreiber. Darauf habe man sich einigen können.

Ganz ohne Neuerungen gehen die neuen Betreiber nach eigenen Angaben dennoch nicht an den Start. Unter dem Motto „Aus 1 wird 2!“ wolle man künftig Synergieeffekte nutzen. Für die Mitglieder in Gudensberg solle sich vor Ort jedoch nichts ändern. „Es wird keine Preiserhöhungen geben. Auch die Mitarbeiter bleiben und werden zu den gleichen Konditionen weiterbeschäftigt“, betonte Lamm und ergänzte, dass die Angebote Mini- und Fußballgolf weiter zum Portfolio des Parks gehören werden.

Neben dem Neun-Loch-Platz kann in Gudensberg auch Minigolf (Foto) und Fußballgolf gespielt werden. Diese Angebote soll es auch weiterhin geben.

Dafür sollen die Vereinsmitglieder zusätzlich von der Anlage in Waldeck profitieren. So steht nach Angaben der neuen Betreiber der Neun-Loch-Kurzplatz kostenfrei zur Verfügung, die 18-Loch-Anlage darf dreimal im Jahr kostenfrei bespielt werden und auch bei Turnieren, die in Waldeck stattfinden, entfällt das Greenfee (Platzgebühr) für die Gudensberger. Lamm ist überzeugt: „Die Gudensberger und die Waldecker passen zusammen. Das ist eine Gemeinschaft, die zusammen Spaß haben kann.“ Darum gehe es schließlich beim Golf – um ein Hobby, das Spaß machen soll.

Da sowohl Lamm als auch Hess vornehmlich in Waldeck sein werden, haben sich die beiden Gesellschafter noch einen dritten Mann mit ins Boot geholt, der als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung steht. Und auch der ist kein Unbekannter – schon gar nicht in Gudensberg. Ein Jahr nachdem er sich als Trainer verabschiedet hat, kehrt Henning Hocke zurück in den Golfpark. Er übernimmt ab Januar die Geschäftsführung und die sportliche Leitung.

Zusammen will das Trio auch dafür sorgen, dass möglichst viele Golfer in der neuen Gemeinschaft Gudensberg/Waldeck bleiben. „Gudensberg ist nah am Ballungsraum und ideal für den ersten Kontakt zum Golf. Hier herrscht jedoch auch ein großer Durchlauf und bevor die Spieler zu anderen Clubs abwandern, möchten wir natürlich, dass sie in unserer Gemeinschaft bleiben und in Waldeck spielen“, betonte Adrian Lamm.

In der Gemeinschaft bleibt auch Hans-Wilhelm Kleppe, der weiterhin Besitzer des Areals ist, auf dessen Erfahrung Lamm und Hess aber auf keinen Fall verzichten möchten. „Hans kennt die Anlage aus dem Effeff. Er wird uns in beratender Funktion erhalten bleiben“, so der künftige Betreiber.

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