Luther-Ausstellung „Here I stand“ in Niedensteiner Kirche

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Die Taten des Reformators Martin Luther werden in der Ausstellung „Here I Stand“ wieder aufgegriffen.

Eine beleuchtete Ausstellung zum Wirken und Werden Luthers mit 30 Plakaten gibt es in der Niedensteiner Kirche ab dem 1. Oktober zu bestaunen.

Martin Luther ist im Jahr 2017, 500 Jahre nach dem Thesenanschlag, in aller Munde. Eine Ausstellung mit 30 Plakaten in der Niedensteiner Kirche beleuchtet ab dem Erntedankfest (1. Oktober) nochmal das Wirken und Werden des Reformators in seiner Zeit.

Im Mittelalter forderte die Kirche von den Gläubigen gute Werke. Sie seien der Weg zum Seelenheil. Der Kauf eines Ablasses befreie jedoch von Sündenstrafen. Luther kritisierte diese Theologie mit seinen 95 Thesen. Dies geschah im Jahr 1517. Heute nennen wir die historische Entwicklung, die darauf folgte, Reformation.

Die Ausstellung „Here I Stand“ (Hier stehe ich) zeigt diese Epoche in sieben Kapiteln. Martin Luthers Herkunft ist die spätmittelalterliche Lebenswelt. Aus dieser Welt ging der Aufbruch der Reformation hervor. Luther entwickelte eine Theologie, die einzig auf der Bibel fußte.

Er übte fundamentale Kritik an der Papstkirche und stellte damit die mittelalterliche Gesellschaftsordnung grundlegend in Frage. Das neue Medium, der Buchdruck, machte den Reformator schnell bekannt. Nach anfänglichen Erfolgen, wie beispielsweise der Bibelübersetzung ins Deutsche, führte die Spaltung der abendländischen Kirche in eine gesellschaftliche Krise. Religiöse und politische Konflikte führten zu Hass und Gewalt.

Gleichzeitig veränderte die Reformation die Gesellschaftsordnung. Ein Blickwechsel macht lang vergessene Veränderungen der Geschlechterrollen deutlich. Die Reformation hinterlässt der Nachwelt einen vielfältigen Protestantismus.

Die Ausstellung ist jeden Sonntag vor und nach den Gottesdiensten zu sehen. Außerdem bleibt die Kirche am Sonntag bis 18 Uhr geöffnet.

Weitere Infos gibt es unter www.here-i-stand.com.

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