Dirty Church Run in Malsfeld: Dreckig werden für den guten Zweck

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„Das Besondere am Dirty Church Run ist, dass die Natur und Umgebung aktiv in den Lauf miteingebunden wird“, erklären die Macher. So etwa das Durchqueren der Fulda bei Malsfeld.

Der zweite Dirty Church Run in Malsfeld und Umgebung steht in den Startlöchern. 500 Läufer sind am 25. Juni dabei.

Malsfeld. Als es vor zwei Jahren hieß „Ab in den Dreck!“ um die Malsfelder Kirche sanieren zu können, haben Henning Reinhardt und Matthias Lambach nie mit solch großem Erfolg gerechnet. Nun mussten die Organisatoren des Dirty Church Runs, einem Hindernislauf durch die Malsfelder Umgebung, sogar eine Obergrenze für die Anzahl der Teilnehmer einführen. „Wir müssen es organisatorisch einfach bewältigen können, schließlich sind wir keine professionellen Sportveranstalter. Es soll sich vor den Hindernissen nicht lange stauen“, erklärt Lambach, Jugendarbeiter der Kirchengemeinde Malsfeld, die Entscheidung, nicht mehr als 500 Läufer über die Parcoursstrecke zu schicken.

Und das Limit ist jetzt, mehr als vier Wochen vor dem Lauf, bereits erreicht. „Bei so viel positiven Feedback sind wir aber auch davon ausgegangen, dass das Limit von 500 zumindest erreicht wird“, gibt Pfarrer Hennig Reinhardt stolz zu. 2015 kam den Organisatoren rund um Reinhardt und Lambach die Idee, Geld für die sanierungsbedürftige Kirche in Malsfeld über einen Benefiz-Lauf zu generieren. 200 Läufer machten sich für diesen Zweck schmutzig. Beim aktuell zweiten Lauf können sich die Teilnehmer beim Anmelden für eines von drei sozialen Projekten entscheiden – die Teilnahmegebühr in Höhe von 20 bzw. 30 Euro fließt direkt an die ausgewählte Organisation.

Mit dabei sind die Kinder- und Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde Beiseförth und Malsfeld, der Kasseler Verein „freuNde“ für neurologisch erkrankte Kinder sowie das Projekt Ausbildungshilfe e.V., das Kindern in Afrika und Indien Bildungsstipendien ermöglicht. „Wir wollten den Teilnehmern diesmal die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, wohin der Gewinn fließen soll. Denn das macht unseren Lauf so einzigartig: Alles, was wir an Geldern einnehmen ist für einen guten Zweck“, erklärt Pfarrer Reinhardt. Und Jugendarbeiter Matthias Lambach ergänzt: „Die Verteilung der Gelder auf die Projekte ist relativ gleichmäßig. Hinzukommen die Gewinne durch Essensverkäufe am Tag des Laufes selber. Das wird durch drei geteilt und kommt ebenfalls den Projekten zugute.“

Weitere Neuerungen wird es bei den Hindernissen geben. So müssen sich die Teilnehmer am 25. Juni über einen Bach hängeln und auch der Badesee wird mit einbezogen. „Außerdem arbeiten wir derzeit noch an einem weiteren Highlight, das bleibt aber eine Überraschung“, verrät Hennig Reinhardt.

Fest steht hingegen, dass es auch einen Kinderlauf geben wird. Hier stünde natürlich der Spaß im Vordergrund. Die kleinen Parcours-Fans können auf einer kurzen Strecke am Sportplatz kindgerechte Hindernisse überwinden und so oft laufen, wie sie wollen. „Bei allem steht ja der Spaß und die gute Sache im Vordergrund“, betonen die Organisatoren Reinhardt und Lambach. Deshalb sei man insbesondere über die vielen ehrenamtlichen Helfer dankbar. Feuerwehrleute, die als Strec-kenposten fungieren oder Landwirte, die beim Auf- und Abbau der Hindernisse behilflich seien.

„Fest für die Region“

Für alle, die nicht beim Lauf mitmachen, bieten die Dirty Church Run-Macher wieder ein großes Begleitfest an. Nach dem Gottesdienst starten die Läufer um 11.30 Uhr. Und zwar mitten im Geschehen, wie Pfarrer Reinhardt sagt: „Viele Hindernisse werden sich um den Sportplatz herum befinden, so dass die Zuschauer die Möglichkeit haben, die Läufer ordentlich anzufeuern“. Ein Kinderprogramm, kulinarische Angebote und natürlich die Siegerehrung runden das Fest ab. „Wir erwarten 2000 Besucher. Es soll schließlich auch ein Fest für die Region sein.“

EXTRA-INFO

Dirty Church Run 2 und Dorffest

Der Startschuss für die Läufer fällt am 25. Juni um 11.30 Uhr am Sportplatz Beiseförth. Teilnehmer konnten zwischen drei Distanzen wählen: 5, 10 oder 20 Kilometer, wobei die Hindernisse entweder ein, zwei oder viermal passiert werden müssen. Um 15 Uhr werden die Sieger geehrt. Nebenbei gibt es ein Festprogramm mit Kinderaktionen, Kuchenbuffet und Leckerem vom Grill. Der Gewinn des Festes wird ebenfalls gespendet.

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