Malsfeld-Ostheim: Am Goldbergsee wurden zwei neue Infotafeln eingeweiht

+
Die Infotafel zum Bergbau: (v.l.) Jürgen Umbach (Forstamt Melsungen), Herbert Vaupel (Bürgermeister Malsfeld), Dr. Meike Nitsche (Regierungspräsidium Kassel, Dezernat Schutzgebiete, Artenschutz, Biologische Vielfalt, Landschaftspflege), Hans Jürgen Röse (Malsfelder Verein für Dokumentation und Archivierung e.V).

Tafeln informieren über den Bergbau, der dort betrieben wurde und über die Tiere und Pflanzen, die nach der Renaturierung dort heimisch wurden.

Malsfeld-Ostheim. Die neuen Informationstafeln am Naturschutzgebiet Goldbergsee sind eingeweiht worden. Die beiden Tafeln bringen dem Besucher zum einen die außergewöhnliche Natur und zum anderen die bemerkenswerte Bergbaugeschichte des Goldbergsees näher. Im Rahmen eines kleinen Rundgangs konnten die neuen Infotafeln besichtigt werden. Der Goldbergsee entstand durch den Abbau von Braunkohle im Tagebau von 1972 bis 1989. Von der rund 68 ha großen Betriebsfläche wurde ein Teil für die landwirtschaftliche Nutzung wiederhergestellt (ca. 21 ha). Der unverfüllte Restsee mit seinen Böschungen wurde 1991 zum Naturschutzgebiet erklärt. Der See ist heute 16 ha groß und bis zu 27 Meter tief.

Die Böschungen sind durch vielfältige klimatische und bodenkundliche Bedingungen geprägt. Die süd- und südwestlich gelegenen Hanglagen heizen sich auf Grund ihrer Bodenbeschaffenheit (tertiäre Sande und Basaltgerölle) besonders stark auf. Dadurch ist es hier sehr trocken. Am östlichen Hang sorgen die aufsteigenden Luftmassen dafür, dass hier Greifvögel besonders gerne fliegen. Durch die Lage in einer Senke kommt es zu zeitverzögerten Entwicklung von verschiedenen Pflanzenarten.

Die Infotafel zur Natur: (v.l.) Dr. Meike Nitsche (Regierungspräsidium Kassel, Dezernat Schutzgebiete, Artenschutz, Biologische Vielfalt, Landschaftspflege), Hans Jürgen Röse (Malsfelder Verein für Dokumentation und Archivierung e.V); Hans Jürgen Röse (Malsfelder Verein für Dokumentation und Archivierung e.V)., Herbert Vaupel (Bürgermeister Malsfeld), Jürgen Umbach (Forstamt Melsungen).

Mit zwei neuen Infotafeln sollen Besucher über die Besonderheiten des Goldbergsees informiert werden. Eine Tafel gibt dabei Hintergrundinformationen zum Bergbau und somit zur Entstehung des Sees. Diese wurde in Zusammenarbeit mit dem Malsfelder Verein für Dokumentation und Archivierung e.V. erstellt. Die zweite Tafel informiert über die Natur am Goldbergsee. Da der See lediglich von Niederschlägen und Grundwasser gespeist wird und nicht von Oberflächengewässern (Flüsse, Bäche) durchflossen wird, ist er besonders sauber. Für das Naturschutzgebiet herrscht strenges Betretungsverbot, um die Tiere nicht zu stören und Pflanzen nicht zu zertreten. Von den Aussichtspunkten aber kann über den See geschaut werden.

Beide Tafeln wurden aus Mitteln finanziert, die das Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für die Pflege der Naturschutzgebiete in Hessen zur Verfügung stellt. Das hessische Forstamt Melsungen unterstützte bei der Erarbeitung und Aufstellung der Tafeln.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Bei Harle: 18-Jähriger überschlägt sich mit 510 PS-Mercedes mehrfach und wird schwer verletzt

Bei Harle: 18-Jähriger überschlägt sich mit 510 PS-Mercedes mehrfach und wird schwer verletzt

Beratung mit Abstand

Im Jobcenter Schwalm-Eder sind wieder Kundengespräche möglich - hier ein Interview mit einer Arbeitssuchenden.
Beratung mit Abstand

Coronakrise: Fritzlar scheint mit blauem Auge davonzukommen

Bürgermeister Spogat zieht Zwischenbilanz - „Mit unseren liquiden Mittel von über einer Million Euro können wir die finanziellen Folgen abfedern“, glaubt das …
Coronakrise: Fritzlar scheint mit blauem Auge davonzukommen

Schwalm-Eder-Kreis-Schulen haben bald schnelles Internet

Breitbandausbau an 42 Schulen im Schwalm-Eder-Kreis in vollem Gange
Schwalm-Eder-Kreis-Schulen haben bald schnelles Internet

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.