Mehr Qualität als Quantität: 17. Ausbildungsbörse Schwalm-Eder informierte auf Augenhöhe

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Sind überzeugt von einer Ausbildung in der Kreisverwaltung: Leiter Personalentwicklung Tobias Heipel, Azubi zum Verwaltungsfachangestellten Jan-Lukas Girth und Azubi zum Informatikkaufmann Christian Genzel.
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Sind überzeugt von einer Ausbildung in der Kreisverwaltung: Leiter Personalentwicklung Tobias Heipel, Azubi zum Verwaltungsfachangestellten Jan-Lukas Girth und Azubi zum Informatikkaufmann Christian Genzel.
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Auch untereinander kamen die Unternehmen in Kontakt: So standen Bastian Bolz, Azubi zum Industriekaufmann bei Faubel, und Leon Nowak, Industriemechaniker bei Ari-Armaturen, nebeneinander und bald schon beieinander. Gemeinsam begegneten sie den jungen Interessierten auf Augenhöhe.
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Auch Tatjana Grau-Becker vom Fachbereich Wirtschaftsförderung und Landrat Winfried Becker mischten sich unter die Besucher, um einen Eindruck von der Ausbildungsbörse zu bekommen.
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Am Stand von Claudia Wegener konnte man selbst einmal Apotheker spielen und eine eigene Creme zusammenstellen.
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Durch die Produktwelt konnte sich am Stand von Hengstenberg probiert werden: (v. li.) Pierre Prior (Azubi Fachkraft für Lebensmitteltechnik) und sein Ausbilder Frank Niemann mit Personalreferentin Mirzeta Pezer.
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Über 100 Aussteller präsentierten sich in Borken.

Von VANESSA VON LENGERKEN

Borken.An über 100 Ständen konnten sich am Samstag junge Menschen über Ausbildungs- und Praktikumsplätze oder generell über mögliche Berufe bei regionalen Unternehmen informieren. Auf zwei Etagen im Parkhotel, in der „Zeltstadt“ und auf dem Sparkassen-Vorplatz stellten sich Betriebe, Kammern, Bildungsträger und Schulen vor.

So machte Elena Weigelt am Stand von Solupharm Mut, sich auch mal mit vermeintlichen Männerberufen auseinander zu setzen. Sie selbst hat sich nach einem Jahrespraktikum bei B. Braun für die Ausbildung bei Solupharm zurMaschinen- und Anlagenführerin entschieden und diese Entscheidung nicht bereut. Sie und ihre Kollegen Helena Dohnal (Industriekauffrau), Timm Hoßbach (Chemielaborant) wurden bewusst von Ausbilder Ingo Mombach vorne an den Stand gestellt, damit sie mit den Besuchern in Kontakt kamen. „Da ist die Hemmschwelle nicht so hoch, sie sind auf Augenhöhe“, so Mombach. So standen auch zwei Auszubildende am Stand des Schwalm-Eder-Kreises: Jan-Lukas Girth (Verwatungsangestellter im zweiten Lehrjahr) und Christian Genzel (Informatikkaufmann im dritten Lehrjahr) stellten die beiden „Basic-Ausbildungsberufe“ vor. „Es sind sehr abwechslungsreiche Ausbildungen, da wir Azubis verschiedene Fachbereiche in der Kreisverwaltung durchlaufen können“, so Girth. Sie haben sich bewusst für eine Ausbildung in der Region entschieden, „und es gibt gute Aufstiegschancen“, betont Genzel. Dem kann Tobias Heipel, Leiter der Personalentwicklung, nur zustimmen und ergänzt: „Der Kreis ist auch durch seine verschiedenen Arbeitszeitmodelle ein guter Arbeitgeber. Es wird flexibel auf die individuellen Wünsche eingegangen.“

Wer auf der Ausbildungsbörse gefunden hat, was er mal werden will aber noch etwas Hilfe braucht, weil vielleicht im privaten Umfeld nicht alles gut läuft, für den ist Stefanie Kühnel die richtige Ansprechpartnerin. Sie ist beim Jobcenter für all diejenigen zuständig, die Unterstützung beim Bewerbungsprozess, Ausziehen oder Führerschein brauchen. „Sogar ein Auto kann gefördert werden, wenn es die Spirale der Arbeitslosigkeit durchbrechen kann“, erzählt Kühnel.

Tatjana Anjelski informierte an ihrem Stand über Berufsfachschule Plus: In 27 Monaten erlangt man an der Bad Wildunger Hans-Viessmann-Schule seinen mittleren Abschluss und die Ausbildung zum Krankenpflegehelfer. Und dank der Zusammenarbeit mit Asklepios gibt es anschließend eine Übernahmegarantie. So sollen mehr Menschen für die Pflege- und Gesundheitsberufe gewonnen werden.

Die Rückmeldung von den Ausstellern war am Ende einstimmig: „Zwar waren es weniger Besucher als in den vergangenen Jahren, doch die, die an die Stände kamen, zeigten sich interessierter und besser vorbereitet. Die Aussteller waren begeistert von der Qualität der Gespräche und wie gut vorbereitet die jungen Leute waren“, kann Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann aus den Gesprächen berichten. „Da zeigt sich mal wieder, es kommt nicht auf die Quantität an, sondern die Qualität“, kann Tatjana Grau-Becker vom Fachbereich Wirtschaftsförderung nur zustimmen. Auch der Kontakt untereinander sei bei den Unternehmen intensiver geworden. Bastian Bolz hat erst vor drei Wochen seine Ausbildung zum Industriekaufmann bei Faubel begonnen und zeigte sich direkt bereit, auch anderen jungen Leuten sein Unternehmen ans berufliche Herz zu legen. „Erst dachte ich, es geht nur darum, mit Zahlen zu jonglieren, doch der Beruf ist auch sehr kreativ. Es macht mir sehr viel Spaß.“ Schnell kam er auch ins Gespräch mit seinem Nachbarn – Leon Nowak ist bereits im dritten Lehrjahr zum Industriemechaniker bei Ari-Armaturen und hat seine Zukunft beim Familienunternehmen sicher: „Wenn die Noten stimmen, gibt es bei uns eine hundertprozentige Übernahmegarantie.“ Gemeinsam standen die Auszubildenden für Gespräche mit den Interessierten bereit.

Nach einer Stärkung mit Flammkuchen am Stand vom Schwälmer Brotladen konnte im Heimwerkerdorf bei Jens Gipper von der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik das handwerkliche Geschick auf die Probe gestellt werden. Mit seinen beiden Anlagenmechanikern Kevin Gipper, erstes Lehrjahr, und Podujeva Binak, drittes Lehrjahr, wurden Gartenduschen selbergebaut. Sollte einem bei den vielen Eindrücken auf der Ausbildungsbörse also der Kopf geraucht haben, sorgte die für die richtige Abkühlung.

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