Wagners Youtube-Video mit den Egerländer Musikanten zum 100.000sten Mal geklickt

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Am 11. August 2010 in der Melsunger Stadthalle: Alwin Wagner (ganz rechts) und dessen Cousin Reinhold Langstein singen – begleitet von den Egerländer Musikanten – das Lied „Auf die Vogelwiese ging der Franz“.

Melsunger Leichtathlet hätte vermutlich auch als Sänger eine gute Figur abgegeben.

Melsungen. Wäre Alwin Wagner nicht schon als Sportler so erfolgreich gewesen, einer vielversprechenden Karriere als Musiker hätte bei dem Melsunger Leichtathleten vermutlich auch nichts im Wege gestanden. Das belegt eine Zahl: zum 100.000sten Mal wurde jetzt auf Youtube das Video geklickt, das Alwin Wagner und dessen Cousin Reinhold Langstein singenderweise mit den Egerländer Musikanten zeigt. Aufgenommen beim 60. Geburtstag von Alwin Wagner am 11. August 2010 in der Melsunger Stadthalle.

Damals forderten die rund 200 Geburtstagsgäste vehement, dass Wagner und Langstein das Lied „Auf die Vogelwiese ging der Franz“ – eine der weltweit bekanntesten Polkas von Josef Poncar aus Böhmen, die Ernst Mosch mit seinen Egerländer Musikanten weltweit berühmt gemacht hatte – singen sollten.

Alwin Wagner (re.) mit Michael Klostermann, der mit seinen Musikanten als Nachfolger von Ernst Mosch gefeiert wird.

Gefilmt hat das Ganze Wagner-Freund Walter Werner aus Felsberg, der die Aufnahme dann am 30. September 2010 auf Youtube (unter https://www.youtube.com/watch?v=BDPyYAyQtxg) postete.

Wagner: „Die Resonanz auf das Video war riesig. Viele schrieben mich über Facebook an und baten um weitere Aufnahmen.“ Aber auch vor und nach dem Auftritt in der Melsunger Stadthalle war Wagner musikalisch aktiv: In den 70er Jahren sang er mit Rudi Kugler – begleitet von dessen weltbekannter „Original Kapelle Egerland“ – beim Bezirksfeuerwehrfest in Malsfeld das Lied „Kannst du Knödel kochen?“

Und vor vier Jahren trat Wagner – abermals gemeinsam mit Cousin Langstein – zusammen mit den Silberbergmusikanten (unter der Leitung von Manfred Persch) vor ausverkauften Haus in Schwarzenborn auf.

Wagner: „Eine Einladung von Michael Klostermann, der mit seinen Musikanten als Nachfolger von Ernst Mosch gefeiert wird, musste ich aus gesundheitlichen Gründen leider absagen. Klostermann hatte mich vor drei Jahren gefragt, ob ich nicht mit ihm gemeinsam im Mitteldeutschen Rundfunk auftreten wolle.“

Aber Wagners größter Traum, ein Auftritt zusammen mit Ernst Mosch, ging leider nie in Erfüllung. „Als ich 1981 das erste Mal deutscher Meister im Diskuswerfen wurde, hatte ich mir gewünscht, einmal mit Ernst Mosch zu singen und von den original Egerländer Musikanten begleitet zu werden“, erzählt Wagner. Der Kontakt zu Ernst Mosch kam auch zustande, zu einem gemeinsamen Auftrit kam es aber leider nie. „Ernst Mosch wollte, dass ich vorher einige Male mit seinen Musikanten üben sollte“, lacht Wagner, „vielleicht lag es daran.“

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