Melsungen: Borkenkäfer frisst loch in Haushalt

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Der Befall des Melsunger Stadtwalds verursacht hohe Kosten. Der Magistrat muss nun entscheiden, wie es weitergehen soll.

Melsungen. Die starke Vermehrung der Borkenkäfer sorgt auch bei den Offiziellen der Bartenwetzerstadt für sorgenvolle Gesichter. Bei einer kürzlich stattgefundenen Waldbegehung wurde sich ein Bild von der aktuellen Situation gemacht, und das mit folgendem Ergebnis: Der Schaden ist schlimmer als bisher angenommen und die Folgen noch nicht absehbar, heißt es aus dem Rathaus.

Die Mischung aus Trockenheit, Sturmschäden und Borkenkäfern hat dem Stadtwald stark zugesetzt und hier insbesondere der Fichte. Konnten die Kosten der Waldaufarbeitung bisher mit dem Verkauf des beliebten Bauholzes gedeckt werden, ist die Fichte aufgrund des bundesweiten Fichtensterbens nur schwer auf den Markt zu bringen.

„Dies bedeutet, dass die gefällten Bäume in Massen gelagert werden müssen und die Aufräumarbeiten Kosten verursachen, denen keine vergleichbaren Erlöse gegenüberstehen,“ erklären die Forstamtsleiter Petra Westphal und Steffen Wildmann. „Der Magistrat muss nun entscheiden, ob er den Wald sich selbst überl.sst und ein Absterben hinnimmt oder er in die Aufarbeitung der Waldschäden und den Umbau in einen klimaresistenten Mischwald investieren möchte“, so Westphal weiter. Denn eines sei klar: „Verbleiben befallene Fichtenreste im Wald, bieten diese Reste eine ideale Brutstätte für weitere Borkenkäfergenerationen und befallen die bis dahin noch gesunden angrenzenden Fichtenbestände, die sich wegen des Wassermangels nicht wehren können.“

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