Melsungen macht sich stark: Für Vielfalt und gegen Ausgrenzung

1 von 8
2 von 8
3 von 8
4 von 8
5 von 8
6 von 8
7 von 8
8 von 8

Als Projekt an der Radko-Stöckl-Schule gestartet, fand „Offen für Vielfalt“ schnell großen Zuspruch unter den Melsunger Bürgern. So können sich die Schüler der RSS über die tatkräftige Unterstützung der Politiker, des Einzelhandels und der MT freuen.

Melsungen. „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“. Diese Aufschrift prangt seit wenigen Tagen in den Schaufenstern der Melsunger Einzelhändler. Doch, dass die Schilder dort jetzt zu sehen sind, ist das Ergebnis eines breiten gesellschaftlichen Engagements, das von den Schülern der Radko-Stöckl-Schule ausgegangen ist. „Die schrecklichen Ereignisse von Hanau berühren auch unsere Schülerinnen und Schüler sowie die gesamte Schulgemeinde. Daher ist zusammen mit der Wirtschaftsinitiative Kassel, der MT Melsungen sowie dem Melsunger Einzelhandelsverband die Idee entstanden, das Projekt „Offen für Vielfalt“ nach Melsungen zu holen. Wir sind sehr froh, dass Herr Merz vom Vorstand des Melsunger Einzelhandelsverbandes sehr schnell dabei war und auch unser Bürgermeister Markus Boucsein die Idee von Anfang an positiv begleitet hat“, sagt Schulleiter Markus Gille zur Entstehung des Projekts.

Melsungens Stadtoberhaupt Markus Boucsein lobt den Einsatz der Schüler: „Vielen Dank, dass ihr euch so engagiert und gegen diese radikalen Strömungen ein Zeichen setzt. Seitens der Stadt freuen wir uns, euch dabei zu unterstützen, denn wir als Melsungen stehen für Vielfalt.“ Über 20 Einzelhändler haben sich bereit erklärt das Projekt „Offen für Vielfalt“ zu unterstützen. Einer von ihnen ist Dr. Alexander Schröder, Chef und Inhaber der Rosen-Apotheke. „Das Besondere ist, dass diese Aktion aus der Bevölkerung kommt und nicht von oben aufgedrückt wird. Denn das funktioniert nicht. Aber wenn der Händler von nebenan mitmacht, ist das eine tolle Aktion“, lobt Schröder das Projekt der Schüler der RSS.

„Ich engagiere mich, weil ich selber von Rassismus betroffen bin“, sagt Schülerin Damla Yilmaz. „Es ist schrecklich, wenn man ausgegrenzt wird, obwohl man so gut Deutsch kann, wie jeder andere auch.“ Ihr Mitschüler Jannik Stepanek ergänzt: „Es ist wichtig sich gegen Rassismus zu engagieren, auch wenn man nicht selber betroffen ist. Wichtig ist das eingreifen, wenn man Rassismus in der Öffentlichkeit mitbekommt.“ Schulleiter Gille: „Diese sogenannte Generation Z ist teilweise politischer und kritischer als wir denken. Das erleben wir aktuell intensiv beim Thema Klimaschutz. Daher gilt es diese Aktivitäten positiv zu begleiten und in konkretes gesellschaftliches Engagement zu münzen. Wir möchten mit diesem Projekt dafür einen Beitrag zusammen mit dem Melsunger Einzelhandel und der MT Melsungen leisten und anderen Mut machen. Zeigt es doch die besondere Verbundenheit unserer Schule zur Stadt Melsungen und zur MT Melsungen.“

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Jesberg: 17-Jähriger landet mit Krad im Graben - Hubschrauber im Einsatz

Bei einem Kradunfall zwischen Jesberg und Reptich wurde am heutigen Freitag ein 17-Jähriger aus Bad Zwesten verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in eine Kasseler …
Jesberg: 17-Jähriger landet mit Krad im Graben - Hubschrauber im Einsatz

Gefährliches Spiel in Körle: Kinder springen über die Gleise

Zwei Kinder liefen am Dienstagnachmittag in der Nähe des Bahnhofs Körle über die Gleise und sorgten so für einen Einsatz der Bundespolizei.
Gefährliches Spiel in Körle: Kinder springen über die Gleise

Jugendlicher an Guxhagener Bahnhof von drei männlichen Personen ausgeraubt

Das Smartphone, die Kopfhörer und eine teure Umhängetasche wurden einem Jugendlichen am Montagabend auf dem Guxhagener Bahnhof gestohlen.
Jugendlicher an Guxhagener Bahnhof von drei männlichen Personen ausgeraubt

Bei Harle: 18-Jähriger überschlägt sich mit 510 PS-Mercedes mehrfach und wird schwer verletzt

Bei Harle: 18-Jähriger überschlägt sich mit 510 PS-Mercedes mehrfach und wird schwer verletzt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.