Melsungen: Unterstützer für nachhaltiges Kaufhaus gesucht

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Um gut erhaltene Haushaltsgegenstände und Möbel vor dem Sperrmüll zu bewahren, eröffnet die Bartenwetzerstadt ein „Fairkaufhaus“, in dem die Gegenstände für kleines Geld gekauft werden können.

Melsungen. Die Stadt plant auf Antrag der Melsunger Fraktion Bündnis 90/Grüne und nach Zustimmung des Stadtparlaments ein sogenanntes „Fairkaufhaus“ ins Leben zu rufen. Die Idee eines solchen Kaufhauses – auch Sozialkaufhaus genannt – bestehe darin, dass viele Bürger Haushaltsgegenstände, Geräte und Kleinstmöbel im Sperrmüll entsorgen oder wegwerfen, die noch nutzbar sind und die andere Menschen gerne preiswert kaufen würden. In einem „Fairkaufhaus“ können solche Gegenstände abgegeben und für kleines Geld angeboten werden.

„Wir sehen in der Einrichtung eines ‚Fairkaufhauses‘ eine ideale Ergänzung zum bes-tens etablierten Second-Hand-Laden ‚Kleidsam‘ und zum Angebot des Einzelhandels hier vor Ort“, sagt Melsungens Stadtoberhaupt Markus Boucsein, „und auch wir als Stadt möchten unseren Beitrag leisten zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen durch eine sinnvolle Weiterverwendung.“ Das Geld für die Miete für die nächsten fünf Jahre ist im Haushalt eingestellt. Bereits 2019 bildete sich eine Arbeitsgruppe, die seitdem die weitere Planung vorantreibe. Und auch ein zentraler Standort in der Innenstadt wurde gefunden.

Nun ruft die Stadt Melsungen und die Arbeitsgruppe die Melsunger Bürger zur Mitarbeit auf. „Es ist ein Projekt, das noch viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet – von der Namensfindung über die gesamte Organisation bis hin zur Annahme, Auswahl und Verkauf der Waren. Jeder kann somit noch sehr viel Einfluss auf die Umsetzung haben“, so Boucsein weiter.

Das „Fairkaufhaus“ soll zu Beginn erst an zwei Tagen in der Woche geöffnet werden, „da sich erst noch zeigen muss, wie das Angebot angenommen wird“, heißt es von den Verantwortlichen der Stadt. Die Eröffnung des Sozialkaufhauses ist in diesem Frühjahr geplant. Personen, die sich in dem neuen Kaufhaus engagieren möchten, haben noch bis Samstag, 15. Februar, Zeit sich mit dem Sekretariat des Bürgermeisters, Silke Heinemann, unter Tel. 05661-708101 oder via E-Mail (silke.heinemann@melsungen.de), in Verbindung zu setzen.

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