Für berufliche Orientierung: 1. Melsunger Bildungsmesse war ein voller Erfolg

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Hans Bernd Richter, Schulleiter Radko-Stöckl-Schule, und sein Stellvertreter Markus Gille (re.).
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Kay-Henric Engel (Bildungsfonds Schwalm-Eder), Landrat Winfried Becker, Günter Rudolph (MdL), Vize-Landrat Jürgen Kaufmann, Ilona Braun, Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Europastaatssekretär Mark Weinmeister.  
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Leon Landesfeind und Jonas Bickert von SMA.
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Anne Bläsing und Franziska Degenhardt - beide Auszubildende zur Industriekauffrau bei B. Braun Melsungen AG.
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Melsungen.  „Der Markt hat sich verändert. Früher wurden händeringend Ausbildungsplätze gesucht, heute suchen die Unternehmen händeringend nach Auszubildenden“, machte Hans Bernd Richter, Schulleiter der Radko-Stöckl-Schule (RSS), auf der 1. Melsunger Bildungsmesse deutlich. Und damit Ausbildungsbetriebe und die Fachkräfte von morgen in ungezwungener Atmosphäre ins Gespräch kommen, hatten die RSS, die Stadt Melsungen und der Bildungsfonds Schwalm-Eder am Samstag in die Melsunger Kulturfabrik geladen.

Mehr als 50 Unternehmen präsentierten sich dabei den Besuchern. Und boten neben jeder Menge Infos aus erster Hand auch spannende Mitmachaktionen: Bei B. Braun etwa probierte Erik Wilke aus Söhrewald eine sogenannte Virtual Reality-Brille aus. "Damit sah es so aus, als würde ich im OP stehen und tatsächlich operieren“, so der 21-Jährige begeistert. Er war vor Ort, um sich über mögliche Ausbildungen im Speditions- oder IT-Bereich zu informieren.

Besucher, die noch tiefer in verschiedenste Berufsfelder schnuppern wollten, konnten im Workshopbereich der RSS löten, programmieren, bauen oder auch wickeln. So wie Lia Deschka. Die Abiturientin im Bereich Sozialwesen ließ sich von Julia Kühn, Sozialassistentin in Ausbildung, zeigen, wie einem Neugeborenen behutsam Windeln gewechselt werden. Am Stand des Roten Kreuzes konnten Interessierte an einem Übungsdummy Verbände anlegen oder schon ganz fachmännisch einen Beatmungsschlauch einführen.

Kommunikation auf Augenhöhe

An fast allen Ständen waren selbst Auszubildende vertreten, denn ein Ziel der Bildungsmesse sei es, dass auf Augenhöhe kommuniziert wird, erklärte Markus Gille, stellvertretender Schulleiter der RSS. „Wenn die jungen Interessenten direkt mit Auszubildenden ins Gespräch kommen, kann einfach offen und ehrlicher gesprochen werden“, betonte Gille. Dabei waren auch Schüler verschiedener Schulformen der RSS vertreten und informierten über die schulischen Bildungsangebot der RSS. So wie Tobias Stang und Lorenz Funck. „Bei Vielen merken wir, dass sie noch gar nicht so genau wissen, was sie nach der Schule machen sollen. Das können wir gut nachvollziehen“, erklärte der 21-jährige Tobias Stang. Er habe nach dem Abitur erst mal ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht. Nun absolviert er eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Funck hingegen habe mit dem Fachabitur im Bereich Technik einen ersten Grundstein für seine Lehre als Industriemechaniker gelegt. „Die Fachoberschulen sind super, um sich erstes Basiswissen anzueignen“, betont der 20-Jährige.

Positives Fazit und geplante Fortsetzung

Auch die lokalen Politiker waren begeistert von der Bildungsmesse: „Die Veranstaltung ist ein voller Erfolg. Ich habe kurz aufgeschnappt, wie jemand hier einen Praktikumsplatz gefunden hat. Genau dafür ist die Messe da", freute sich Landrat Winfried Becker. Auch Markus Gille, federführend bei der Organisation, zeigte sich abschließend zufrieden: Mit diesem großen Zuspruch haben wir nicht gerechnet. Das macht Lust auf 2018.“

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