24. Melsunger Kabarett-Wettbewerb "Die Scharfe Barte" endet mit den Besten

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Wird demnächst Arzt für Fleischwurst: Emir Puyan Taghikhani aus Nürnberg, der sich einfachheitshalber Helmuth Steierwald nennt.
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Würde-Los, Maß-Los, Geschmack-Los: Losverkäufer Dirk Tillack (li.) will beim Arbeits-Losen Bernd Blömer seine Angebote los-werden.
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Im Finale des 24. Melsunger Kabarett-Wettbewerbs präsentierten sich die Besten der Vorabende. Das Duo Blömer/Tillack, Emir Puyan Taghikhani sowie Michael Tumbrinck wetteiferten um eine gute Platzierung. Erik Lehmann, Sieger von 2014, und die Kabarett-AG Westhäkchen unterhielten zusätzlich. 

Melsungen. In diesem Jahr hatten es vier Solisten, ein Duo und eine Kabarett-AG in die Endrunde des 24. Melsunger Kabarett-Wettbewerbs geschafft – sie kämpften um den Jurypreis, den Publikums­preis und den Nachwuchspreis. Drei Abende mit jeweils zwei Kabarett-Programmen durften die Zuschauer im Vorfeld genießen, vergangenen Samstag wurden in der Kulturfabrik die Gewinner gekürt.

Erneut hatten sich rund 350 Zuschauer im Saal eingefunden und warteten gespannt auf die Kurzprogramme der diesjährigen Sieger. „Wir werden noch einmal die Besten der Besten erleben“, versprach Moderator Andreas Gehrke, „es war ein echter Wettbewerb mit viel Leidenschaft – sowohl bei den Teilnehmern als auch beim Publikum und der Jury“.

Wird demnächst Arzt für Fleischwurst: Emir Puyan Taghikhani aus Nürnberg, der sich einfachheitshalber Helmuth Steierwald nennt.

Den Auftakt machte Emir Puyan Taghikhani aus Nürnberg, der sich einfachheitshalber Helmuth Steierwald nennt. „Im richtigen Leben bin ich Lebensmittelchemiker“, sagte er, „das ist das höchste, was ein Döner-Verkäufer in Deutschland werden kann“, nahm er seinen türkisch-iranischen Hintergrund auf die Schippe. „Demnächst werde ich sogar Arzt für Fleischwurst“, ergänzte der 27-Jährige mit Blick auf seine Doktorarbeit.

Würde-Los, Maß-Los, Geschmack-Los: Losverkäufer Dirk Tillack (li.) will beim Arbeits-Losen Bernd Blömer seine Angebote los-werden.

Das Duo Blömer/Tillack zeigte gleich zwei seiner unzähligen Facetten, in einem wahren Wortspiel versuchte Dirk Tillack als Losverkäufer dem gescheiterten Bernd Blömer seine Gewinnaussichten schmackhaft zu machen – Würde-Los, Maß-Los, Geschmack-Los und viele weitere hatte er im Angebot. Im zweiten Teil erzählte Blömer von seinem Traum als Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, dabei wurden sämtliche Begebenheiten von Tillack pantomimisch dargestellt – das Publikum lachte Tränen.

Nimmt „Bares für Rares“ auf die Schippe: Michael Tumbrinck lästert über die ZDF-Show und malträtiert damit das Zwerchfell seines Publikums.

Dritter im Bunde war Michael Tumbrinck, der sich unter anderem lauthals über „Bares für Rares“ echauffierte und somit ebenfalls das Zwerchfell der Zuschauer malträtierte. Erik Lehmann, der Gewinner von 2014, begeisterte mit seinem Auftritt erneut das Melsunger Publikum, als Schrebergarten-Vereinsvorsitzender Uwe Wallisch kämpfte er sich in „perfektem sächsischen Englisch“ durch die Begrüßungsrede an die neuen Mitglieder aus Syrien.

In der Mittagspause muss auch der Muezzin schweigen: Erik Lehmann als Schrebergarten-Vereinsvorsitzender Uwe Wallisch begrüßt in „perfektem sächsischen Englisch“ die neuen Mitglieder aus Syrien.

Am Ende des humorigen und zuweilen auch bissigen Abends überreichten Jury-Vorsitzender Alfred Weigand und Bürgermeister Markus Boucsein die Preise – Helmuth Steierwald wurde Dritter, Platz zwei belegten Blömer/Tillack und Geburtstagskind Michael Tumbrinck wurde zum Sieger gekürt.

Bartenwetzer Helmut Nipshagen zeichnete Blömer/Tillack obendrein mit dem Publikumspreis „Die scharfe Barte“ aus, der Nachwuchspreis ging an die Kabarett-AG „Westhäkchen“.

Blumen, Preisgeld und Ahle Wurscht (v.l.): Andreas Gehrke, Erik Lehmann, Alfred Weigand, Helmut Nipshagen, Helmuth Steierwald, Michael Tumbrinck und Markus Boucsein sowie Bernd Blömer und Dirk Tillack (vo.) präsentieren sich zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung.

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