Multilateraler Austausch an der König-Heinrich-Schule

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König-Heinrich-Schüler tauschten sich multilateral aus... mit Schülern aus den Partnerschulen in Drachten (Niederlande) und Padua (Italien).

Fritzlar. Vom 6. bis 13. März hat die König-Heinrich-Schule am multilateralen Netzwerk-Austausch mit Schulen in Padua (Italien) und Drachten (Niederlande) teilgenommen. Während einige Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase 2 der König-Heinrich-Schule mit ihren Gastschülern in Padua und Drachten zu den Themen Zukunft und Nachhaltigkeit arbeiteten, haben sich in Fritzlar Schülerinnen und Schüler der König-Heinrich-Schule sowie ihrer Partnerschulen in Drachten und Padua auf die Spuren der Brüder Grimm begeben, um sich mit dem Thema "Unser kulturelles Erbe" zu beschäftigen.

So haben die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Woche zunächst einen Ausflug nach Marburg unternommen, wo die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm einst ihr Studium aufgenommen hatten. Im Laufe der folgenden Tage haben die Schülerinnen und Schüler dann das Märchen des Froschkönigs mit Unterstützung ihrer Lehrerinnen und Lehrer Ulrike Behrens, Melanie Eckstein, Franziska Kais, Björn Schmidt und Michael Schmidt in einer modernisierten Fassung als Musical inszeniert und am Freitagabend, 11. März, im Foyer der König-Heinrich-Schule nach nur zweieinhalb Tagen mit Proben aufgeführt.Theateraufführungen an Schulen sind aber nun keine Seltenheit. Und sind Jugendliche, die in einem Jahr ihre Abiturprüfung ablegen wollen, nicht zu alt für Märchen? Und was haben die Märchen der Brüder Grimm mit dem europäischen Gedanken zu tun? Liegt die Identifikation mit den Brüdern Grimm und den Märchen, die sie gesammelt haben, in der Grimm-Heimat auf der Hand, so handelt es sich doch bei dem Netzwerk-Austausch um einen Austausch, der die europäische Identität und Zusammenarbeit stärken soll.

Die Motive des Froschkönigs sind jedoch älter und internationaler als zunächst gedacht, denn z. T. sind sie bereits in der Literatur der römischen Antike zu finden. Auch mutet die Vorstellung einer Tochter, die, um ihren Willen durchzusetzen, Versprechungen macht, die sie später nicht mehr einhalten will, sich gegen ihren Vater auflehnt und schließlich das Elternhaus verlässt, bei näherem Hinsehen gar nicht fremd an, sondern entspricht sogar in hohem Maße der Lebenswelt heutiger Jugendlicher.

So haben sich die Schülerinnen und Schüler des Netzwerk-Austausches im Frühjahr 2016 an der König-Heinrich-Schule auf ganz besondere Weise mit ihrem europäischen kulturellen Erbe wie auch ihrem eigenen Erwachsenwerden auseinandergesetzt und bewiesen, dass Kommunikation und Kooperation in Europa große Freude machen und erfolgreich sein können.

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