Museum Gensungen öffnet nach Umbau wieder seine Pforten

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Bunte Schirme, Rosen, Linde und Leckeres vom Grill: Gensunger Museumshof nach Umbau eingeweiht.

Felsberg-Gensungen. Den Sommeranfang hatten sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte Gensungen e.V. sicherlich auch anders vorgestellt, schließlich hatten sie am Sonntag zum musikalischen Frühschoppen eingeladen. Anlass war die Einweihung des Museumshofes, der nach dem Fällen der Linde umgestaltet worden war.

Mit der passenden Kleidung ließen sich die Gensunger jedoch nicht von den kühlen Temperaturen abhalten und so füllte sich das Areal zusehends. Vorsitzender Jörg Harald Rode und die etwa 15 Aktiven des Vereins hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um ihren Gästen die Wiedereröffnung im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft zu machen. Bei Heidi Clobes, Margot Sänger und Brigitte Schamberger gab es im Backhaus herzhafte Leberkäs-Semmeln und leckere Käse-Lauch-Cremesuppe, Helmut Lengemann und seine Mitstreiter sorgten am Grill für Nachschub mit deftiger Bratwurst.

Die Gruppe "Herrenabend" eröffnete das gesellige Beisammensein passenderweise mit dem Stück "Jeder Tag bringt neue Hoffnung". In seiner Begrüßung bedankte sich Rode bei allen Unterstützern und Förderern des Museums, vor allem bei dem großzügigen Sponsor, der die großen leuchtend-roten Sonnenschirme gespendet hatte, jedoch ungenannt bleiben wollte. "Es ist trotz des Wetters ein schöner Tag", sagte Bürgermeister Volker Steinmetz, die Schirme seien "tolle Farbtupfer" für die neugestaltete Anlage. "Das ist mehr als nur ein Museum, die Arbeitsgemeinschaft macht hier Geschichte erlebbar", lobte er das Engagement des Vereins und verwies auf die zahlreichen Veranstaltungen, wie etwa der kürzlich abgehaltene "Scherben-Kongress", zu dem sich ehrenamtlicher Mitarbeiter der Hessischen Landesarchäologie zum Erfahrungsaustausch getroffen hatten.

Nils Georg, Student der Vor- und Frühgeschichte, betreut die Arbeit des Vereins aus fachlicher Sicht – an diesem Tag war er jedoch mit seinen Kollegen für die Getränkeversorgung zuständig. Während sich die Erwachsenen von der Band zum Mitschunkeln annimieren ließen, warfen die neunjährige Jule Bürger und ihr Zwillingsbruder Jakob einen Blick in die Steinzeit, die im Museumskeller zum Anfassen nah ist. Dank des Schirmherrn feierten die eifrigen Hobby-Archäologen und ihre Gäste noch eine ganze Weile in dem neu gepflasterten Hof, der nun mit frischgepflanzten Rosen satt mit einer Linde verziert ist.

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