Neue Melsunger Asklepios-Klinik: Ministerpräsident Volker Bouffier bei der Grundsteinlegung

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Die Grundsteinlegung zum Melsunger Klinikneubau wurde am Donnerstag mit zahlreichen Vertretern der Bundes- und Landespolitik gefeiert. Die Fertigstellung ist für Mitte 2020 geplant.

Von VANESSA VON LENGERKEN

Melsungen. „Die Zeiten sind Gott sei Dank lange vorbei, in denen die Kranken mit dem Pferdefuhrwerk nach Kassel gebracht werden mussten“, so Ministerpräsident Volker Bouffier bei der Grundsteinlegung des Asklepios-Klinikneubaus in Melsungen am vergangenen Donnerstag. Dort investiert Asklepios 20 Millionen Euro Eigenmittel – weitere 15 Millionen Euro steuert das Land Hessen dazu. „Diese Fördermittel sollen ein deutliches Signal setzen, um die Gesundheitsversorgung auch weiterhin auf hohem Niveau sicherzustellen“, hob der Ministerpräsident hervor. Die Menschen, die hier leben, könnten sicher sein, dass sie auch künftig in Melsungen gut, schnell und wohnortnah medizinisch versorgt werden, versicherte Bouffier.

Sichergestellt werde dies durch die Erhöhung der Bettenzahl auf 155 sowie ein neues medizinisches Leistungsangebot der Akutpsychiatrie. Durch die Aufstockung des Bettenangebotes und die Einrichtung der neuen Abteilung werden laut Asklepios etwa 75 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Das sei ein wichtiges Signal für die Zukunft und die Wichtigkeit des Melsunger Standortes, waren sich alle Redner rund um Geschäftsführerin Dr. Dagmar Federwisch und Dr. Gunther Claus, Chefarzt der Inneren Medizin, einig.

Diese Entwicklung begrüßten auch die anwesende Prominenz aus Bundes- und Landespolitik – wie unter anderem Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann, Staatssekretär Mark Weinmeister, Bundestagsabgeordneter Edgar Franke und Landrat Winfried Becker. Der machte deutlich, dass das noch nicht reiche. Ministerpräsident Volker Bouffier versuchte diesen Einwand mit einem scherzhaften ‘Noch mehr Geld?!’ abzutun, doch Becker blieb beharrlich: „Wir brauchen eine besser Finanzausstattung, um die Problemstellung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum angehen zu können.“

Markus Boucsein sprach nicht nur als Melsungens Bürgermeister zu den rund 60 Anwesenden, sondern auch im Nahmen des Freundes- und Fördervereins Klinikum Melsungen und hatte zudem freudige Zukunftsaussichten: „Die Stadt wird nach dem Umzug der Klinik in den Neubau die bisherigen Klinikräumlichkeiten übernehmen und daraus ein Ärztehaus entwickeln“, so Boucsein.

Der Gründer und Gesellschafter der Asklepios Kliniken, Dr. Bernard große Broermann, richtete den Blick auf die wichtigsten Leitlinien, um eine Klinik erfolgreich zu führen: „An erster Stelle muss die Qualität der Medizin stehen. Zum Überleben ist aber auch Innovation nötig. An dritter Stelle steht bei Asklepios aber die soziale Verantwortung.“ Diese sei der ausschlaggebende Punkt gewesen, sich dem Standort Melsungen zu widmen, „Asklepios ist ja bekannt dafür, besonders mutig zu sein“, fügte er an.

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