Neuer Plan: So soll der Flüchtlingszustrom geregelt werden

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17-Punkte-Plan für neue Aufnahmeplätze: Landrat Winfried Becker bezeichnet Flüchtlingszustrom als "Mammutaufgabe".

Brüssel/Schwalm-Eder. Noch bis zum Ende des Jahres werden dem Schwalm-Eder-Kreis hunderte Flüchtlinge aus Syrien zugewiesen. Landrat Winfried Becker bezeichnete die aktuelle Situation als "Mammutaufgabe", die den Kreis noch lange bis dauerhaft beschäftigen wird. Auch die Kreisbürgermeister sprechen von einer "historischen Herausforderung" im Hinblick auf die hohen Zahlen und die Geschwindigkeit des Zustroms. Hilfe soll nun aus den obersten Reihen der Bundesregierung kommen.

Bei dem Sondertreffen zur Westbalkanroute haben sich die Staats- und Regierungschefs nach langen Beratungen auf einen 17-Punkte-Plan geeinigt. Auf der Route sollen 100.000 neue Aufnahmeplätze für Flüchtlinge entstehen. Der Plan sieht unter anderem vor, dass andere EU-Staaten innerhalb einer Woche mehr als 400 zusätzliche Grenzschützer in das vom Flüchtlingsandrang überforderte Slowenien schicken.

Außerdem soll die EU-Grenzschutzagentur "Frontex" die Grenzen besser absichern – etwa zwischen Griechenland, Mazedonien und Albanien sowie an der kroatisch-serbischen Grenze. Griechenland soll – auch mit Hilfe des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR – 50.000 neue Aufnahmeplätze für Flüchtlinge schaffen – und davon 30.000 schon bis zum Jahresende. Auf der ganzen Route sollen 100.000 Plätze entstehen.

+++EXTRA-INFO+++

"Mammutaufgabe": Das sagt Landrat Becker zu den Flüchtlingszahlen

"Zurzeit haben wir 1.820 Flüchtlinge im Kreis (Anm. d. Red. Stand Donnerstag, 22. Oktober), die uns aus den Erstaufnahmeeinrichtungen zugewiesen wurden. Diese Menschen bleiben entweder längerfristig oder dauerhaft. Jede Woche werden uns 100 neue Personen zugewiesen.

Bis zum Jahresende werden 2.600 Flüchtlinge im Schwalm-Eder-Kreis untergebracht werden. Zusätzlich erwarten wir 300 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. Hier ist die Koordination – auch durch das Jugendamt – sehr wichtig, damit jeder die Hilfe und Unterstützung bekommt, die er braucht."

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