Viktoria Großenenglis will Satzungsänderung beim Hessischen Fußballverband

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MEV92022

Der Borkener Fußballverein Viktoria Großenenglis will eine Satzungsänderung beim Hessischen Fußballverband für den Frauen- und Mädchenfußball bewirken.

Borken-Großenenglis. Birgitt Fasshauer, die erste Vorsitzende des TUS Viktoria Großenenglis, ist momentan auf den Hessischen Fußballverband (HFV) und den Verbandsausschuss für Frauen- und Mädchenfußball nicht gut zu sprechen. Seit 39 Jahren wird in Großenenglis Frauenfußball gespielt und seit 34 Jahren Mädchenfußball.

„Mit viel Engagement und wenig Mitteln haben wir 2016 den Aufstieg in die Frauen-Hessenliga erreicht, eine weitere Mannschaft spielt in der Spitze der Gruppenliga und eine dritte in der Kreisliga. Zwei Jugendmannschaften sind ebenfalls sehr erfolgreich unterwegs. Wir haben immer im Sinne des HFV gehandelt/gearbeitet. Ich selbst war Kreisreferentin für Mädchen und Frauenfußball im Kreisfußballausschuss Fritzlar-Homberg“, so Fasshauer. Aber was der HFV, hier der Verbandsausschuss für Frauen und Mädchen im HFV, in seiner letzten Sitzung am 17. Februar beschlossen hat, treibt der Vorsitzenden und ihrer Spartenleiterin Ramona Unzicker die Zornesröte ins Gesicht.

„Mit Beginn der Serie 17/18 hatten wir je zwei Torfrauen für Viktoria I und Viktoria II. Durch private Gründe, Krankheit und Verletzung standen wir Ende des Jahres ganz ohne Torhüterin da. Eine Torfrau in der Winterpause zu finden, war ein aussichtsloses Unterfangen, so Fasshauer.

Als letzte Möglichkeit blieb ein Sonderantrag an den HFV mit dem Ziel, ein Tormädchen von den B-Juniorinnen der Viktoria bereits ein halbes Jahr früher als die Satzung vorsieht, in der Hessenligamannschaft spielen zu lassen. Die B-Juniorin, Sophie Trost, wird im Mai 2018 16 Jahre alt. Die Einwilligungen der Eltern und des Hausarztes lagen vor und auch TuS Torwarttrainer Norbert Kley zeigte sich optimistisch. Doch der Ausschuss lehnte ab, wodurch der jüngere Jahrgang nur dann hochgemeldet werden kann, wenn eine Spielerin in ihrem Verein keine Spielmöglichkeit hat. Somit wird in diesem Fall der Viktoria ihre gute Jugendarbeit zum Verhängnis und wird jetzt quasi dafür bestraft. Fasshauer und Unzicker schütteln den Kopf.

Auf Nachfrage bei der Ausschussvorsitzenden Silke Sinning wird darauf hingewiesen, dass eine Zustimmung einen Präzedenzfall für andere Vereine geschaffen hätte und dem Mädchenfußball würde man damit schaden. „Das ist die typische Denkweise von Funktionären. Damit tut man dem seit Jahren rückläufigen Mädchenfußball in Nordhessen keinen Gefallen.

Eine flexible Regelung im Sinne der Vereine in Sachen Hochmelden, auch von Mädchen des jüngeren Jahrgangs und der Mut zu einer positiven Einzelfallentscheidung würden dem Mädchen- und Frauenfußball weiter helfen“, so Fasshauer weiter.

Nach dem kompletten Ausfall des Hessenliga Rückrundenstarts am letzten Wochenende durch den Schnee, hofft Viktoria Grossenenglis I auf den Start am Samstag, 10. März, auf heimischen Platz. Spielbeginn gegen Eintracht Lollar ist 16 Uhr.

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