Neujahrsempfang in Melsungen sorgt für eine volle Stadthalle

Bürgermeister Markus Boucsein (v.li.), Architekt Jochem Jourdan und Stadtverordnetenvorsteher Timo Riedemann nach dem offiziellen Teil des Neujahrsempfangs auf der Bühne.
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Bürgermeister Markus Boucsein (v.li.), Architekt Jochem Jourdan und Stadtverordnetenvorsteher Timo Riedemann nach dem offiziellen Teil des Neujahrsempfangs auf der Bühne.
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Pfarrer Jörg Ackermann richtete das kirchliche Grußwort der Christusgemeinde Melsungen an die Zuhörer.
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Pfarrer Jörg Ackermann richtete das kirchliche Grußwort der Christusgemeinde Melsungen an die Zuhörer.
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Architekt Jochem Jourdan erzählte über seine Arbeiten der Restauration in Frankfurt am Main und brachte etliche Bilder in einer Präsentation mit, um dies visuell zu verdeutlichen. Auf dem Bild ist das Fachwerkhaus Goldene Waage zu sehen, wie sie einmal aussah.
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Architekt Jochem Jourdan erzählte über seine Arbeiten der Restauration in Frankfurt am Main und brachte etliche Bilder in einer Präsentation mit, um dies visuell zu verdeutlichen. Auf dem Bild ist das Fachwerkhaus Goldene Waage zu sehen, wie sie einmal aussah.

4,84 Millionen Euro - circa 15 Prozent der Gesamtausgaben der Stadt Melsungen flossen in freiwillige soziale Leistungen, denn wie Bürgermeister Markus Boucsein und Stadtverordnetenvorsteher Timo Riedemann betonten: "Melsungen lohnt sich."

Melsungen. Nicht nur Melsungen kann mit schicken Fachwerkhäusern auftrumpfen – auch Frankfurt am Main hat abseits der Bankentürme und Kaufhäuser das eine oder andere Kleinod zu bewundern. Eines dieser Fachwerkhäuser, die Goldene Waage, restauriert Architekt und Landschaftsplaner Prof. Jochem Jourdan in Frankfurt. Jourdan sprach am Montag, 29. Januar, beim Melsunger Neujahrsempfang über seine Arbeit, was sich laut Stadtverordnetenvorsteher Timo Riedemann positiv auf die Diskussionen auf Melsunger Fachwerkhäuser auswirken kann.

Eingangs zeigte Jourdan ein Bild des Künstlers Paul Gauguin: „Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?“ Diese Fragen, die in aktuellen literarischen Werken hinsichtlich des Menschen diskutiert werden, lassen sich auch auf die Bauweise der Fachwerkhäuser übertragen. „Nachdem zahlreiche Fachwerkhäuser in Frankfurt abbrannten, entschied sich die Stadt Frankfurt am Main nach 70 Jahren dazu, Teile davon wieder aufzubauen“, berichtet Jourdan. Durch etliche Aufzeichnungen von der Zeit vor dem Brand wurde die Farbgebung von damals rekonstruiert, damit das Fachwerkhaus möglichst wieder so erstrahlt, wie es mal der Fall war. Auch auf Verzierungen wie Lilienblätter aus Kupfer, diverse Bibelbilder an den Hausecken und zahlreiche weitere Details wurden berücksichtigt. Im Inneren des Hauses wurde ebenfalls nach alten Aufzeichnungen rekonstruiert und selbst aufwendige Decken wieder hergestellt. Nur bei einigen Räumen fehle es an Aufzeichnungen. Dafür wurden Künstler beauftragt, die Lücken passend ausfüllen.

Melsungens Bürgermeister Markus Boucsein betonte, dass Stillstand Rückschritt bedeute. Er sprach dabei die Sand-Neugestaltung mit Erholungsspielfläche für Jung und Alt sowie beleuchtete Rad- und Fußwege an. Dass Tablets in Kindergärten schon zum Standard gehören, es in der Verwaltung an der Digitalisierung aber noch hapere, kritisierte er.

Riedemann hob den Sozialbericht hervor, der 4,84 Millionen Euro an freiwilligen sozialen Leistungen vorsieht, die die Stadt Melsungen getätigt hat. Der Betrag entspricht etwa 15 Prozent der Gesamtausgaben, um die Attraktivität zu erhalten und zu steigern. Dazu solle man sich das Motto der Stadt öfter ins Bewusstsein rufen. „Zum Schluss möchte ich allen Vereinen und ehrenamtlichen Helfern meinen großen Respekt aussprechen“, sagte Riedemann.

Die musikalische Begleitung des Abends übernahm die HarmonieMusik Melsungen unter der Leitung von Dr. Karsten Heyner. Das Neujahrskonzert der Musiker findet am 2. Februar, 19.30 Uhr in der Stadthalle statt.

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