Neujahrsempfang in Edermünde: „Harte Nüsse zu knacken“

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„Stärke durch Gemeinsamkeit“ war diesmal das Veranstaltungsmotto beim Neujahrsempfang der Gemeinde Edermünde.

Edermünde. Nach dem Show-Event des vergangenen Jahres, fiel der Neujahrsempfang der Gemeinde Edermünde diesmal etwas schlichter aus. Statt eines Moderators führten Bürgermeister Thomas Petrich und Armin Wicke, Vorsitzender der Gemeindevertretung, durch die Veranstaltung, zu der sich rund 400 Gäste in der Bilsteinhalle im Ortsteil Besse eingefunden hatten.

"Wir wussten im Vorfeld gar nicht, ob die Halle überhaupt frei sein würde", erklärte Petrich angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation, durch die auch Edermünde stark eingebunden sei. Nach dem musikalischen Auftakt durch die Jazzband der Musikschule Schwalm-Eder Nord, hieß er Landrat Winfried Becker, Abgeordnete des Bundes- und Landtages sowie Bürgermeister aus der Nachbarschaft willkommen.

Des weiteren begrüßte er die Aktiven aus Vereinen und Verbänden der Gemeinde und darüber hinaus die Vertreter der örtlichen Banken und der heimischen Wirtschaft. "Wir haben zur Zeit reichlich Nüsse zu knacken", sagte er, neben den "alltäglichen Peanuts" seien in jüngster Vergangenheit auch "besonders harte" dazugekommen, so der Rathauschef über die besonderen Herausforderungen im Umgang mit den Asylbewerbern.

Stärke durch Gemeinsamkeit

Das Veranstaltungsmotto "Stärke durch Gemeinsamkeit" veranschauliche das starke Engagement seiner Mitarbeiter, aber vor allem das der über 200 Ehrenamtlichen, die sich im Arbeitskreis Flüchtlingshilfe einsetzten, betonte der Bürgermeister. "Ohne diese Hilfsbereitschaft hätten wir keine Chance", lautete sein Fazit.

Neben diesem zentralen Thema berichtete Petrich auch über weitere Aufgaben, die in der Gemeinde nicht in den Hintergrund gedrängt werden sollten, wie etwa die Erhöhung der Kita-Gebühren, die Unterstützung der Interessensgemeinschaft Lärmschutz A49 oder das Engagement gegen die Stromtrasse Südlink. Die neue Bürgerbeteiligung, die Problematik bei der Ausweisung weiterer Bauplätze, der Bürgerbus oder die Personallage in den Einsatzabteilungen der Feuerwehren gehörten ebenfalls zu den Punkten, die dem Bürgermeister am Herzen lagen. Das bevorstehende Zeltlager der Jugendfeuerwehr, zu dem im Sommer rund 900 Nachwuchsbrandschützer erwartet werden, sei daher ganz wichtig für den Erhalt dieses unverzichtbaren Ehrenamtes, machte er deutlich.

Am Ende seiner Neujahrsrede erhielt Petrich langanhaltenden Applaus. Anschließend lud er zum gegenseitigen Gedankenaustausch in geselliger Runde ein, dabei informierte der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe über seine vielfältigen Aufgaben.

Fotos: Köster

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