Neujahrsempfang in Melsungen: documenta zu Gast in Stadthalle

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Klinik-Neubau, documenta-Liebe und Alltags-Helden: 400 Gäste aus der Region folgten der Einladung in die Melsunger Stadthalle zum Neujahrsempfang.

Melsungen. Im  neuen Jahr stehen in Melsungen alle Ampeln auf Grün: Was in 2015 beschlossen wurde, soll nun in die Tat umgesetzt werden. Vor allem ein Projekt solle jetzt in Angriff genommen werden: Der Neubau der Asklepios-Klinik. "Viele fragten sich, ob das überhaupt noch etwas wird", schmunzelte Bürgermeister Markus Boucsein. Neben dem "Highlight-Projekt" werden auch in anderen Bereichen aus Worten Taten. "Die Schule in der Dreuxallee nimmt Gestalt an, die Polizei wird umziehen und das Sand-Areal wird neu geplant", verriet Boucsein. Doch eines lag dem Bürgermeister besonders am Herzen: Dem grenzenlosen Einsatz der Ehrenamtler ein großes Dankeschön auszusprechen.

Zwischen Tradition und Moderne

"Es macht mich stolz, dass sich so viele für Integration einsetzen. Das sind die kleinen Helden des Alltags", erklärte Boucsein. Auch wichtig sei dem Stadtoberhaupt, Flüchtlingen weiterhin offen zu begegnen. "Alle Melsunger verdienen Respekt, egal woher sie kommen." Ein besonderer Gast war Annette Kulenkampff, Geschäftsführerin der documenta und des Museum Fridericianum in Kassel. Sie gewährte tiefe Einblicke in 60 Jahre documenta und betonte die Funktion der weltweit größten und einflussreichsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst: "Die documenta ist hochaktuell und volksnah. Sie hat einen klaren Bildungsauftrag, sie prägt unser Kulturverständnis und steht für das demokratische Selbstverständnis Deutschlands." Melsungen sei mit seinem Fachwerk und der zukunftsweisenden B. Braun-Architektur ein idealer Partner für Kassels Kunstwelt. "In Melsungen verbindet sich alles von Tradition zur Moderne."

Neue Energie tanken

Außerdem wichtig: Die documenta genieße absolute künstlerische Freiheit – "Das bleibt auch immer garantiert", versicherte Kulenkampff. Pfarrer Andreas Bielefeldt stimmte zu: "Kunst, Musik und Glauben erlauben es uns, die Welt kreativ zu gestalten. Mit Geduld und ganz viel Liebe zu den Menschen können wir das leisten." Auch dürfe man kurz aus den besorgniserregenden Ereignissen in Köln, Jakarta und Istanbul aussteigen. "Nicht, um zu verdrängen oder zu vergessen, sondern um die Herausforderungen aus neuer Perspektive zu betrachten und mit neuer Energie anzugehen. "

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