Neujahrsempfang Melsungen überzeugt mit Herz

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"Vielfalt leben": Der gestrige Neujahrsempfang in der Stadthalle Melsungen stand ganz im Zeichen der Integration, Nächstenliebe und Toleranz.

Melsungen. Es war ein Abend, der Zeichen setzte. Zeichen für mehr Toleranz,  für mehr Nächstenliebe – sowie für den Abbau von Vorurteilen und Ängsten vor dem Fremden. "Die Aufnahme von Flüchtlingen ist eine Pflichtaufgabe unserer Gesellschaft", betonte Bürgermeister Markus Boucsein in seiner Begrüßung.

"In Melsungen haben wir eine große Welle der Solidarität erfahren, es  ist ein Netzwerk der Hilfe entstanden, viele Bürger helfen, wo sie können." Der Melsunger Neujahrsempfang am Montagabend setzte klare Statements. So durften auch ein Rück- und Ausblick nicht fehlen. Viele Ereignisse stehen dieses Jahr in Melsungen an: der Klinik-Neubau, die Kanalarbeiten kommen zum Abschluss, neuer Parkraum, die Neugestaltung des Sandgeländes und eine neue Jugendherberge für die Fachwerlkstadt. Besonders stolz ist die Stadt jedoch auf seinen besten kleinen Bahnhof Europas (wir berichteten).

Bürgermeister Boucsein betonte außerdem, wie wichtig es sei, sich von den Pegida-Märschen und dem Terror von Paris nicht blenden und zu Vorurteilen gegen das Fremde verleiten zu lassen. "Wir dürfen unsere westlichen Werte und Freiheit nicht aufgeben. Wir dürfen nicht zulassen, dass Religion instrumentalisiert wird. Wir müssen offen bleiben." Nach den Worten des Bürgermeisters überzeugten Gastredner Helmut Jäger mit seinem kirchlichen Grußwort und der Vortrag vom bdks-Vorstandsvorsitzendem Joachim Bertelmann. Die Botschaft: Vielfalt leben.

"Nehmt einander an und auf. Ich wünsche mir, dass wir in Melsungen in Vielfalt leben, dann lohnt sich Melsungen erst recht", sagte Jäger. Und auch Joachim Bertelmann rührte mit seinen Worten: "Die Reife einer Gesellschaft ist daran abzulesen, wie sie mit Minderheiten und Randgruppen umgeht. Wir dürfen uns von dem Terror nicht ablenken lassen, sondern müssen darauf schauen, was uns ausmacht."

Fazit: Der Neujahrsempfang war eine ehrliche Begegnung, die beweist, dass aus Fremden Freunde geworden sind. "Die Integration von Flüchtlingen ist keine Einbahnstraße. ährend die Asylsuchenden die deutsche Sprache lernen, können wir ihnen mit der Sprache des Herzens begegnen. Die Mischung aus beidem sei der Schlüssel zum Erfolg, so Bertelmann.

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