Niedenstein jetzt mit eGolf-Dienstwagen und Ladesäule

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Die Niedensteiner Verwaltung setzt auf E-Mobilität. Das E-Auto der Verwaltung wurde letzte Woche ausgeliefert, und die Ladesäule ist in Betrieb gegangen. Das Bild zeigt Patric Barthel von der Firma Elektro Barthel und Bürgermeister Frank Grunewald.

Seit Anfang März ist die Stadtverwaltung Niedenstein im Besitz eines neuen Dienstwagens. Der eGolf und die dazugehörige Ladesäule auf dem Rathausparkplatz.

Niedenstein. Die Stadtverwaltung in Niedenstein ist seit Anfang März im Besitz eines neuen Dienstwagens. Auch eine Ladesäule wurde hierfür auf dem Rathausparkplatz am Obertor errichtet – denn der „Neue“ ist ein Elektroauto. Den eGolf lieferte am Montag, 4. März, das Autohaus Range aus Fritzlar. Der Magistrat, die Stadtverordnetenversammlung und die Verwaltung mit Bürgermeister Frank Grunewald entschieden sich für die umweltfreundlichste Variante in Sachen Mobilität und leisten damit einen weiteren Beitrag in Sachen Umweltschutz und zur Energiewende.

Für Bürgermeister Frank Grunewald war von Anfang an klar, sollte wieder ein Dienstwagen für die Verwaltung beschafft werden, dann müsste es in jedem Fall ein E-Mobil sein. Mit einer Reichweite von etwa 200 Kilometern pro Akkuladung ist der Wagen für den Einsatz von Kurz- und Mittelstrecken gedacht und damit ideal für Behörden- und Terminfahrten vor Ort oder zur Kreisverwaltung nach Homberg oder nach Kassel. Die Ladedauer für das Vollladen bei leer gefahrenen Akku beträgt zwischen vier bis sechs Stunden, an einer Ladesäule für E-Mobile. Die Ladeleistung einer E-Ladesäule weist in der Regel pro Ladeanschlussmöglichkeit 22 kW auf und ist damit mit einem kompletten Stromnetzanschluss eines Hauses vergleichbar.

Gratis Lademöglichkeit

An der Ladesäule am Rathaus, die von der Firma Elektro Barthel installiert und in Betrieb genommen wurde, stehen ab sofort zwei Ladeanschlüsse für E-Mobile zur Verfügung. Einer davon wird für die Öffentlichkeit bereitgehalten. Bis zum 30. Juni 2019 ist das Laden an der Niedensteiner Säule sogar kostenfrei. Ab dem 1. Juli 2019 tritt dann der Vertrag mit der Stadtwerkeunion Nordhessen, kurz „SUN“ in Kraft. Ab dann ist das Laden für alle Karteninhaber einer SUN-Karte möglich. Die Karte kann bei der Stadtwerkeunion für eine monatliche Gebühr von 7,50 Euro erworben werden. Dann steht dem E-Mobilisten ein Ladenetz von insgesamt 52 Ladesäulen im SUN-Gebiet und 18 weiteren Ladesäulen der Energie Waldeck Frankenberg, zu denen zum Beispiel auch Fritzlar zählt, zur Verfügung. Weitere Kosten für eine Tankfüllung neben der monatlichen Gebühr kommen erst einmal nicht auf den Elektro-Fahrenden zu.

Die Anschaffung eines E-Fahrzeuges sowie die Errichtung einer Ladesäule werden darüber hinaus vom Bund gefördert. Das E-Fahrzeug wurde im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogrammes (KIP) beschafft. Alle weiteren Kosten trägt die Stadt. „Ich halte es für denkbar, dass wir bei Neuanschaffungen von Fahrzeugen für den Zweckverband Kommunale Dienste, unserem Bauhof, prüfen werden, ob es auch möglich ist, in diesem Segment auf Elektro-Betrieb umzusteigen“, gibt Grunewald an, „in jedem Fall wird die Ladesäule am Rathaus nicht die letzte für Niedenstein sein, denn eine weitere wird bei den Entwicklungsplänen des neuen Zentrums an der Goethestraße, im Bereich der Einkaufsmärkte, Berücksichtigung finden.“

Niedenstein setzt Charta um

Die Stadt Niedenstein setzt damit einen weiteren Baustein um, den sie mit der Unterzeichnung der Energiewende-Charta Nordhessen unterstützt. In Zusammenarbeit der Universität Kassel mit dem Regionalmanagement NordHessen sowie den nordhessischen Landkreisen wurde die Charta entwickelt, um ein Anstoß für eine klimafreundlichere Entwicklung zu geben. Die Charta befürwortet die Klimaschutzpläne von Bund und Ländern, und fordert weitere Aktivitäten in der dezentralen Energieversorgung durch Erneuerbare Energien, Förderung der E-Mobilität und umfassende ökologische Gebäudesanierungen. Neben dem E-Fahrzeug begleitet die Stadt Niedenstein weitere umweltfördernde Maßnahmen, beispielsweise die Förderung ökologischer Baumaßnahmen im Gebiet der Stadt Niedenstein, das Renaturieren der Bachläufe Matzoff, Ems und Wiehoff oder aber das Anlegen von Blühstreifen in Zusammenarbeit mit den Ortsbeiräten der fünf Stadtteile.

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