Farbenspiele in Steinen und Bildern: Opale und Kunst bei Köhler Schmuck- & Zeitdesign

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Die Gastgeber: (v.li.) Cornelia Jakob, Gerhard Schwitzki und Pamela Frommann führen das Traditionshaus Köhler seit drei Jahren.
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Bei Köhler Schmuck- & Zeitdesign waren kürzlich Opal-Schleifer zu Gast, die einen interessanten Einblick in ihr traditionelles Handwerk boten.

Melsungen. Für gewöhnlich sind Steine in der Natur eher grau oder braun, doch manche verbergen ein farbenfrohes Geheimnis. Bei Köhler Schmuck- & Zeitdesign in der Kasseler Straße waren kürzlich die Opal-Schleifer aus der Edelstein-Stadt Idar-Oberstein zu Gast, die einen interessanten Einblick in ihr traditionelles Handwerk boten – zudem hatten sie sehr schöne Exemplare mitgebracht, die eine echte Augenweide waren.

Passend dazu stellte Jutta Schlier gut 20 ihrer Werke aus, die sie mit Acrylfarbe auf Vlies oder Holz gemalt hatte. Unter dem Motto „Opalisierend“ zeigte die Ausstellung, neben schönen Steinen, auch sehenswerte Gemälde im Pavillon und in der Platin-Passage. „Stern über Bethlehem“, „Kölner Dom“ oder zahlreiche „Hausengel“ lauteten einige der Bildtitel.

Speziell für die außergewöhnliche Galerie inmitten von Uhren, Ketten, Ringen und anderen Schmuckstücken, hatte die Künstlerin aus Zierenberg einige neue Werke geschaffen. Dazu gehörten unter anderem „Feueropal“, „Grün hebt“ und das namensgebende „Opalisierend“, die größtenteils der abstrakten Kunst zuzuordnen sind. „Bernd Köhler hatte mich angesprochen, weil meine Bilder mit ihrer Farbbrillanz zum Thema passten“, erklärte sie, „es floss förmlich aus mir heraus“, beschrieb Schlier ihre Motivation beim Malen.

Die Firma Weis KG gehört weltweit zu den ältesten Opal-Schleifereien – Sales Manager Manfred Keßler präsentierte in Melsungen besonders schöne Exemplare, die aus Mexiko und Australien stammten. „Das hier ist ein Zauberstein“, machte er das Publikum neugierig – zuerst hielt er nur einen braun-marmorierten Klumpen in der Hand, doch nach dem Aufklappen der beiden Hälften kam ein türkis-blau-glitzerndes Inneres zum Vorschein und entlockte so manchem Beobachter ein erstauntes „oh, wie schön“.

Opal-Schleifer Patrick Moosmann demonstrierte unterdessen, wie aus einem unscheinbaren Stein ein einmaliges Schmuckstück entsteht. Die grobe Bearbeitung beginnt an Schleifscheiben mit 120er und anschließend mit 1200er Körnung – seinen Hochglanz erhält der Schmuckstein letztendlich durch die feine Politur mit Diamantpaste, bei der die Schleifkörnchen nur noch die Größe von einem einmillionstel Millimeter haben.

Die Gäste zeigten sich begeistert über das Zusammenspiel von gemalter und geschliffener Kunst, bei einem Glas Sekt plauderten sie mit der Künstlerin über ihre Werke oder probierten einen Ring oder eine Halskette mit einem schillernden Opal an. Die Opal-Schleifer sind nach ihrem zweitägigen Intermezzo weitergezogen, doch die Kunstausstellung ist noch bis Jahresende zu sehen.

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