Oben ohne: Fans des Opel Kadett Aero treffen sich in Borken

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Oben-ohne-Fans in Borken: Die Mitglieder des Aero-Stammtisches posieren mit einem besonders schönen Exemplar.

Schnurrende Motoren und wunderbare Erinnerungen: Am Wochenende traf sich der Opel-Stammtisch in Borken.

Borken. Das C-Modell des Opel Kadetts ist eine Legende, 1,6 Millionen Fahrzeuge rollten zwischen 1973 und 1979 vom Band. Egal ob mit Stufen- oder Schrägheck, als Kombi oder Coupé – in den 70er-Jahren gehörte der C-Kadett zuDeutschlands Straßenbild.

Eine Ausführung stach jedoch aus der Masse heraus: Der „Aero“. Exakt 1.341 zweitürige Limousinen wurden bei der Firma Baur in Stuttgart umgebaut, sie erhielten ein herausnehmbares Mitteldach sowie eine umklappbare Heckscheibe aus Kunststoff. Am Wochenende trafen sich Mitglieder des Aero-Stammtisches aus ganz Deutschland und einigen Nachbarländern in Borken. 29 Aeros waren am Samstagabend vor dem Parkhotel zu bewundern. Marcus Büxe aus Kleinenglis, seit drei Jahren Mitglied im Verein, hatte das Treffen organisiert und ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, darunter mehrere Ausfahrten durch Nordhessen.

Bildergalerie: Fans des Opel Kadett Aero treffen sich in Borken

 © Köster
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Unter den Teilnehmern war auch Bernd Lück aus Minden, er hat eine ganz besondere Mission, denn er versucht sämtliche noch existierenden Fahrzeuge zu katalogisieren. „Diese fünf Ordner entsprechen 30 Jahren Arbeit“, erklärte der Enthusiast und blätterte stolz eine Seite nach der anderen um – bisher hat der 52-Jährige 894 Autos erfasst. Alle Fahrer der teils über 40 Jahre alten Karossen waren Zweit- oder Drittbesitzer, mit Ausnahme von Gabi Mangold aus Groß-Gerau. Sie hat ihr Schätzchen im Mai 1978 erstmals zugelassen und seither teilen die beiden ihr Schicksal. „Wir haben gute und schlechte Zeiten erlebt“, blickte die 66-Jährige zurück, „aber er ist mir immer treu geblieben“.

Familie Stahlwitz war gleich mit zwei Aeros, Baujahr '77, angereist - Mutter Regina und Tochter Sabrina saßen in einem schwarzen Modell mit violetter Lederausstattung, Vater Norbert lenkte die orangefarbene Variante in Orginallackierung. „Der Antrieb ist eigentlich unkaputtbar“, lobte er das robuste Opel-Aggregat, aber mit Rost habe man immer zu kämpfen. Auch die speziellen Teile des Aeros seien bisweilen ein Problem, „Dichtungen gehen kaputt und die Plastikscheibe wird trüb und spröde, irgendwann bekommt sie dann Risse“, sagte der Oldtimer-Fan. Für den Sonntag hatte sich die eingeschworene Gemeinschaft ein ganz besonderes Highlight vorgenommen, sie wollten – offiziell genehmigt – mit allen Aeros über die Sperrmauer des Edersees fahren.

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