Pohl: „In meinem gesamten Leben habe ich keinen schlimmeren Menschen kennengelernt als Willi Werner“

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Dr.-Ing. Christoph Pohl.

Dr.-Ing. Christoph Pohl hat die FWG-Kreistagsfraktion im Schwalm-Eder Kreis verlassen. Der Grund: FWG-Fraktionsvorsitzender Willi Werner!

Fritzlar. Dr.-Ing. Christoph Pohl verlässt die FWG-Kreistagsfraktion im Schwalm-Eder Kreis. Dazu hat der Fritzlarer FWG-Politiker eine Pressemitteilung herausgegeben. Hier diese Pressemitteilung im Wortlaut:

Das Nachschlagen der Redewendung „den Hals nicht voll kriegen“ liefert die Bedeutung: „etwas ist nie genug für jemanden.“ Diese Redewendung könnte gleichermaßen auch als Synonym für Willi Werner, Fraktionsvorsitzender der FWG-Kreistagsfraktion, stehen. Werner ist bei allen Fraktionen dafür bekannt, dass, wenn es was zu holen gibt, ist er dabei!

Eine Eigenschaft, die zutiefst dem Geist der Freien Wähler widerspricht. So hat sich die Fraktion unter Führung von Willi Werner seit 2016 immer weiter von den Werten der Freien Wähler entfernt. Willi Werner und sein größter Günstling Helmut Mutschler wurden aus der Partei ausgeschlossen bzw. sind dem angedrohten Ausschluss durch Austritt zuvorgekommen. Dominiert von den oben genannten Protagonisten hat sich selbst der ehemalige Kreisverband der FWG derart von den Wertvorstellungen der Freien Wählern entfernt, dass ebenfalls ein Ausschlussverfahren gegen den Kreisverband läuft.

Von 2015 bis 2016 war ich Fraktionsgeschäftsführer in der Kreistagsfraktion der vorherigen Wahlperiode. Schon in dieser Fraktion gab es massive Probleme mit dem damaligen und heutigen Fraktionsvorsitzenden Willi Werner bis hin zu dem Versuch, Werner als Fraktionsvorsitzenden abzusetzen. Seit der Kommunalwahl 2016 bin ich selbst Mitglied der FWG-Kreistagsfraktion mit neuer Zusammensetzung. Aber auch hier ließen die Konflikte nicht lange auf sich warten. Dieses maßlose Verhalten hinsichtlich jedweder lukrativen Position hat in den vergangenen Jahren immer wieder zu Konflikten geführt, gipfelte aber dann in einer Wahlversammlung für den Landeswohlfahrtsverband, die Willi Werner als Spitzenkandidaten begünstigen sollte. Wie sich nach der Wahlversammlung herausstellte, waren auf der Liste befindliche Personen, welche angeblich gefragt wurden, nicht in Kenntnis dieser Liste und der darauf basierenden Versammlung. U.a. mein massives Einwirken führte zur Rücknahme des Wahlvorschlags. Trotz berechtigter Kritik aller anderen Kreisverbände ließ sich Willi Werner in einer erneuten, ausschließlich mit Gefolgsleuten besetzten Wahlversammlung, zum Spitzenkandidaten wählen.

Eine überraschende Vorladung zur Polizei zu einem etwa 2,5-stündiges Verhör der Abteilung Staatsschutz als Zeuge offenbarte mir das Ausmaß eines Verfahrens (Falschaussage an Eides statt) unter anderem gegen Willi Werner und Helmut Mutschler mit Hausdurchsuchungen und zahlreichen Verhören von Zeugen. Die Vorladung zu diesem Termin kam für mich völlig überraschend, da auch ich immer ein hohes Maß an Vertrauen gegenüber Willi Werner hatte. Ein Strafbefehl und die Zahlung einer Geldstrafe gegen Willi Werner führte zu keinerlei Einsicht.

Mindestens seit diesem Tag bewegen sich Willi Werner und Helmut Mutschler ohne jegliche Selbstreflektion oder gar Selbstkritik im Dunstkreis von Meineid und Falschaussagen ausschließlich zum Zweck der Sicherung der eigenen Vorteile.

Eine geforderte Klarstellung im Rahmen einer Fraktionssitzung meinerseits blieb aus und führte weder zur Einsicht des Unrechts noch zur transparenten Aufklärung dieses Sachverhalts oder einer hinreichenden Offenbarung des gesamten Verfahrens. Vielmehr arbeitete Willi Werner als erfahrener Kommunalpolitiker von diesem Tag an mit vielen Telefonaten und Gesprächen, gespickt mit Unwahrheiten und Darstellung falscher Tatsachen gegen meine Person, daran, mich als „Nestbeschmutzer“ zu isolieren. Dabei waren die inszenierten und unwahren Sachverhalte durchaus kreativ. Diese reichten von Ehebruch über Steuerhinterziehung bis hin zur Diffamierung meiner Person im geschäftlichen Bereich.

Ein wesentliches Grundverständnis der Freien Wähler ist die Transparenz. Auch hier gab es in der Vergangenheit immer wieder Kritik am Fraktionsvorsitzender Werner. So wird weder mir (als bisheriger stellv. Fraktionsvorsitzender) noch den übrigen Mitgliedern der Fraktion offengelegt, was mit den Fraktionsgeldern passiert. Mehrfache Nachfragen wurden immer ignoriert.

Zuletzt wurde ich ohne Nennung von Gründen nicht mehr zu den Fraktionssitzungen eingeladen. Weder Gründe für diesen Sachverhalt noch eine Stellungnahme zu möglichen Gründen wurde mir eingeräumt. Auf Nachfrage bei dem Fraktionsvorsitzenden Werner konnte dieser sich nicht erinnern, ob ich Einladungen bekommen würde.

In der Hoffnung auf Vernunft der anderen Fraktionsmitglieder forderte ich die bedingungslose und transparente Aufarbeitung und als erste Konsequenz den Rücktritt von Willi Werner als Fraktionsvorsitzenden. Das zögerliche Handeln bis hin zum bewussten Unterlassen notwendiger Schritte anderer Beteiligter und Fraktionsmitglieder ermöglichte letztlich nur das „Kleinhalten“ oder „Verschleiern“ dieses unstrittigen Unrechts.

Ich bin entsetzt von dem fehlenden Unrechtsempfinden vor allem von Werner und Mutschler. In meinem gesamten Leben habe ich keinen schlimmeren Menschen kennengelernt als Willi Werner. Ich möchte mit solchen Menschen nichts zu tun haben. Deswegen ist der Austritt aus der Fraktion der richtige Schritt, ungeachtet der mir bevorstehenden Konsequenzen.

Meine Entscheidung treffe ich zusammen mit Beschlusslage des Ortsverbandes der FREIE WÄHLER Fritzlar, die sich klar von der FWG Schwalm-Eder distanzieren. In den nächsten Jahren bis zur Kommunalwahl werde ich weiter sachorientiert und bürgernah im Sinne der Werte der Freien Wähler meinen Auftrag im Kreistag durchsetzen. Ich werde mich keiner anderen Fraktion anschließen. Eventuell gibt es ja weitere Austritte, um eine neue Fraktion zu gründen. Hierfür werden im Kreistag mindestens zwei Personen benötigt.

Zu erwartende Behauptungen bspw. ich wolle Fraktionsvorsitzender werden oder ich sei an diesen Machenschaften beteiligt, können nur dazu dienen, von den Tatschen abzulenken und mich weiter zu diffamieren!

gez.:

Dr.-Ing. Christoph Pohl

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