Historisch hohe Aufklärungsquote: Polizeiliche Kriminalstatistik für den Schwalm-Eder-Kreis 2019 in Melsungen vorgestellt

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Die prozentuale Verteilung der erfassten Straftaten im Schwalm-Eder-Kreis 2019.

Am gestrigen Dienstag wurde in Melsungen die Kriminalstatistik für den Schwalm-Eder-Kreis 2019 vorgestellt. Dabei konnte die Polizei bei der Aufklärungsquote mit 66,3 Prozent den historisch besten Wert erzielen. 

Schwalm-Eder. Unterm Strich gab es doch sehr viel Positives zu berichten am vergangenen Dienstag in Melsungen. Hier präsentierten der Leiter der Polizeidirektion Schwalm-Eder, Hubertus Hannappel, Dirk Eschinger (stellv. Kripo-Chef), Hans-Jochen Ringelhann (stellv. Leiter Polizeistation Melsungen) und Markus Brettschneider (Pressesprecher Polizeidirektion Schwalm-Eder) die Kriminalstatistik 2019 für den Schwalm-Eder-Kreis. Der Wert des Tages lautete 66,3 Prozent. So hoch lag die Aufklärungsquote im vergangenen Jahr. Eine Quote, auf die man bei den Ordnungshütern im Schwalm-Eder-Kreis stolz sein kann. Ist sie doch die besten, die es je im Landkreis gegeben hat. Wie die Kriminalstatistik verrät, liegt die Polizeidirektion damit sogar über der Nordhessen-Quote (63,7 Prozent) und der von ganz Hessen (65,2 Prozent).

Aus der Statistik ist weiterhin zu lesen, dass parallel zu der gestiegenen Aufklärungsquote, die registrierten Straftaten im Schwalm-Eder-Kreis insgesamt gesunken sind – so sank die Zahl um 316 Fälle auf 6.135. Weitere Rückgänge konnte die Polizei etwa bei den Wohnungseinbruchsdiebstählen, die um 29 auf 114 Taten sanken, oder auch bei der Jugendkriminalität verzeichnen, die von 708 Delikten auf 670 sank.

Eine positive Entwicklung ist auch beim Rückgang der Straßenkriminalität – darunter fallen Auto-, Fahrrad- und Taschendiebstähle – in den vergangenen 20 Jahren zu erkennen. So lag laut Statistik die Zahl der registrierten Straftaten 1999 bei 1.936 – im Jahr 2019 wurden nur noch 847 Fälle gezählt, was einen Rückgang um 54 Prozent bedeutet.

Bei den politisch motivierten Straftaten sind vor allem die rechtsmotivierten Taten deutlich angestiegen.

Während die Zahl der Übergriffe auf Polizeibeamte fast gleich geblieben ist (von 33 auf 32 Taten), wurden weniger Polizisten im Dienst verletzt. 44 Beamte waren es im vergangenen Jahr (44 männlich, 10 weiblich), wohingegen 2018 noch 54 Opfer wurden.

Trotzt zahlreicher Rückgänge, die Hannappel und seine Kollegen vermelde konnten, waren in einigen Bereichen auch deutliche Anstiege zu verzeichnen. Etwa bei den Raubdelikten, die um 64 Prozent (von 25 in 2018 auf 41 in 2019) in die Höhe geschossen sind. Im Zuge dessen machten die Polizeibeamten jedoch auch deutlich, dass die Aufklärungsquote bei 80,5 Prozent lag. Auch die Anzahl der Körperverletzungen stieg laut Statistik um 81 Fälle an. Bei den insgesamt 692 Fällen, handelte es ich bei 193 um gefährlich oder schwere Körperverletzung.

Um 171 auf insgesamt 746 Delikte stieg die Internetkriminalität im vergangenen Jahr an. Obwohl die Delikte ein breites Spektrum umfassten, mache der Betrug im Netz einen Großteil der Fälle aus, so die Verantwortlichen.

Nahezu verdoppelt haben sich die rechtsmotivierten Taten im Schwalm-Eder-Kreis. Tauchten in der Statistik 2018 noch 22 Taten auf, waren es im vergangenen Jahr 41, darunter drei Gewaltdelikte. Linke Straftaten beziffert die Polizei auf drei (2018: fünf).

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