Projekte in Äthiopien und Sambia: Kinderhilfswerk Fritzlar verschaffte sich Eindruck vor Ort

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Feierliche Einweihung des Computerraums in Mukuni (Sambia). Dort wurden 20 PC-Arbeitsplätze geschaffen.
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Feierliche Einweihung des Computerraums in Mukuni (Sambia). Dort wurden 20 PC-Arbeitsplätze geschaffen.
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Brunnen in Simonga (Sambia).
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Ein ehemaliger Azubi des Kinderhilfswerk-Ausbildungszentrums in Bishoftu (Äthiopien) ist jetzt Angestellter in einem Sterne-Restaurant.
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Während der Regenzeit ist diese Brücke eingestürzt. Sie ist der einzige Weg zu entlegenen Dörfern, in denen das Kinderhilfswerk Trinkwasserbrunnen realisiert hat.
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Die Kinder der Garawe-Schule in Degabur (Äthiopien) freuen sich über den Besuch aus Deutschland.
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Kamal ist Klassenbester und präsentiert stolz seinen Ranzen voll mit Schulsachen.
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Große Freude bei der Einweihung des neuen Computerraums der Mukuni Secondary School (Sambia).

Erst vergangenen Donnerstag kehrte Beate Tohmé, Geschäftsführerin der Fritzlarer Kinderhilfswerkstiftung Global-Care von ihrer Reise nach Äthiopien und Sambia zurück. Dort verschaffte sie sich einen Eindruck von den geleisteten Projekten zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen dort.

Von VANESSA VON LENGERKEN

Fritzlar. "Das Element Wasser zieht sich durch meine Reise: Von der Dürre in Äthiopien bis in die Regenzeit in Sambia", lacht Beate Tohmé, Geschäftsführerin der Fritzlarer Kinderhilfswerkstiftung Global-Care (KHW).

Erst letzten Donnerstag ist sie von ihrer Reise zurück nach Deutschland gekehrt. "Wer in so einer Situation überlebt, der muss stark sein, den Widrigkeiten zu trotzen um sich eine Existenz aufzubauen. Das imponiert mir sehr und da habe ich vollsten Respekt für", erzählt Tohmé, die zur Dürrezeit nach Äthiopien flog, um sich einen Überblick über das Ausmaß des Klimaphänomens El-Nino zu verschaffen.

Hintergrund: im November 2017 erlebte die gesamte Region Ostafrikas die schwerste Dürre seit 30 Jahren – eine bedrohliche Hungerkatastrophe war die Folge. Grund waren Ernteausfälle und Viehsterben, die den Alltag der Menschen in einen Kampf ums Überleben verwandelte.

Umso wichtiger in diesen Notzeiten ist die Selbsthilfe durch Schulbildung, denn "Bildung bedeutet Leben" – ein wichtiger Grundsatz der Fritzlarer Stiftung. Doch viele Eltern haben nicht die finanziellen Mittel, um ihren Kindern Schulmaterialien zu kaufen.

Das KHW verteilte deshalb in fünf Schulen an 1.200 Kinder diese benötigten Schulmaterialien und versorgt sie darüber hinaus mit Essen und sauberem Wasser. Zudem erhielt jede der Schulen Bälle, Tore, Springseile und vieles mehr für den Sportunterricht, "damit die Kinder wieder Kinder sein können", so Tohmé.

Im rund 2.800 Kilometer entfernten Sambia erwartete die Geschäftsführerin dann das komplette Gegenteil: statt kilometerweiter Dürrelandschaften nun grüne Landschaften. Dort ist sauberes und sicheres Wasser für ländliche Gebiete dringend notwendig.

In 41 Dörfer wurden deshalb Brunnen mit Handpumpen installiert, die am Tag zehn Liter pro Person liefern können, um den rund 20.500 Menschen einen deutlich höheren Lebensstandard zu ermöglichen. Die Dorfbewohner sind auch aktiv in das Projekt eingebunden, es gibt einen Brunnenverantwortlichen sowie Hygieneschulungen. In den meisten Dörfern bezahlen die Familien einen kleinen monatlichen Betrag, um die Kosten zu decken.

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