Proviantamt Fritzlar: Bis zu 150 Flüchtlinge am Wochenende

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Das ehemalige Proviantamt in Fritzlar ist für 500 Personen ausgelegt: 149 sind bereits untergebracht - am Wochenende sollen nach Angaben des Schwalm-Eder-Kreises weitere 150 hinzukommen. Archivfoto: Hilbert

Der Schwalm-Eder-Kreis rechnet am Wochenende mit der Ankunft von bis zu 150 weiteren Flüchtlingen, die im ehemaligen Proviantamt untergebracht werden.

Fritzlar/Schwalmstadt/Neukirchen. 149 Flüchtlinge sind derzeit im ehemaligen Proviantamt in Fritzlar untergebracht. Wie der Schwalm-Eder-Kreis am Mittwochmorgen mitteilt, hat das Regierungspräsidium (RP) Gießen angekündigt, dass am Wochenende bis zu 150 weitere Personen in der Notunterkunft untergebracht werden sollen.

Katharina Pradl, Pressesprecherin des RP Gießen, sagt auf Nachfrage von LOKALO24: "Wegen der Auflösung der Notunterkünfte auf der Süd-West-Schiene werden dem Schwalm-Eder-Kreis weitere Flüchtlinge zugewiesen. Das werden aber wohl deutlich weniger als 150 Flüchtlinge sein. Sie kommen Ende der Woche, also Donnerstag oder Freitag an." Wieviele Asylsuchende dann tatsächlich im ehemaligen Proviantamt in Fritzlar unterkommen, bleibt abzuwarten. Der Malteser Hilfsdienstes (eingesetzter Betreiber) ist auf die erneute Belegung bestens vorbereitet und erwartet keinerlei Komplikationen, heißt es in der Mitteilung.

Die Einrichtung ist nach Angaben des Kreises für bis zu 500 Personen ausgelegt. Neben der Notunterkunft in Fritzlar besteht im Schwalm-Eder-Kreis eine weitere, im ehemaligen Chinapark in Ziegenhain. Dort sind aktuell 304 Personen untergebracht. Beide Einrichtungen sind als sogenannte Überlaufeinrichtungen des Landes eingerichtet worden. Verantwortlich für beide Notunterkünfte ist der Schwalm-Eder-Kreis.

Neukirchen bleibt im Stand-by-Modus

Die geplante Erstaufnahmeeinrichtung in Neukirchen ist hingegen noch nicht belegt. "Die Einrichtung steht auf Stand-by. Wir haben noch genügend Kapazitäten in anderen Einrichtungen", erklärt Harald Merz, stellvertretender Pressesprecher des RP Kassel. Alles in allem sei die Zahl der im Schwalm-Eder-Kreis ankommenden Flüchtlinge in den vergangenen Wochen stark zurückgegangen. "Die Mannschaften, die die Einrichtungen betreuen, können also im Moment etwas Luft holen", so Merz.

So können Sie helfen:

Wer sich im Bereich der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit engagieren möchte, kann auf der Internetseite www.schwalm-eder.net verschiedenen Gruppen und Initiativen zur Arbeit mit Flüchtlingen beitreten und darüber auch aktuelle Informationen erhalten. Als Ansprechpartner des Schwalm-Eder-Kreises steht Andreas Schnücker unter Tel. 05681-775286 oder per E-Mail unter Andreas.Schnuecker@Schwalm-Eder-Kreis.de bereit.

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