EAM prüft Homberger Gasleitungen

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In den nächsten vier Wochen prüft der Energieversorger EAM die Gasrohre der Homberger Ortsteile.

Homberg.Routiniert rollt Frank Niedzolka von der Firma Schütz das moderne Gasspürgerät über die Straße. Von weitem sieht es so aus, als würde er die Straße mit einem Staubsauger reinigen. Seine Augen fixieren dabei den Monitor eines kleinen Laptops, den er vor seinem Körper trägt. Was für manche Beobachter wie ein seltsames Schauspiel anmutet, ist für die EAM-Gruppe, in deren Auftrag die Firma Schütz unterwegs ist, eine wichtige Überwachungsmaßnahme der unterirdisch verlegten Gasleitungen. Rund 1.250 Kilometer des insgesamt 5.000 Kilometer umfassenden Netzes werden in diesem Jahr mit Gasspürgeräten abgelaufen. In den kommenden vier Wochen wird die Rohrnetzüberprüfung im Bereich Homberg in den gasversorgten Ortsteilen durchgeführt:

Und das alles zu Fuß, lediglich ausgerüstet mit modernem Gasspürgerät, Laptop, GPS-Empfang und digitalem Kartenmaterial. Dabei stehen die Gasspürer stets in engem Kontakt mit den vor Ort zuständigen Mitarbeitern der EnergieNetz Mitte. Mittels einer Sonde wird die Bodenluft über den in der Straße verlegten Gasleitungen angesaugt und auf möglichen Methangehalt analysiert. Bei geringsten Gaskonzentrationen ertönt ein akustisches Signal. Der genaue Punkt der Messung wird anschließend an die EAM-Netzleitstelle gegeben, damit eine mögliche Leckage umgehend behoben werden kann. Zusätzlich zu den Gasleitungen in der Straße werden auch die Hausanschlussleitungen überprüft. Dass heute keinerlei Gaskonzentration in der Straße festgestellt wurde, freut vor allem Thomas Dreer, der beim regionalen Strom- und Gasnetzbetreiber für die regelmäßige Überprüfung des Erdgasnetzes verantwortlich ist. Überrascht ist er vom Messergebnis allerdings keineswegs. "Unser Erdgasnetz befindet sich in einem guten Zustand", sagt Dreer. "Dennoch ist es nach dem technischen Regelwerk notwendig, das Erdgasnetz regelmäßig auf mögliche Leckstellen zu überprüfen."

Aufgrund des technisch hochwertigen und modernen Erdgasnetzes werden nur ganz vereinzelt kleine Undichtigkeiten festgestellt. Diese stellen in der Regel keine Gefahr für die Anwohner dar, da das Gasspürgerät bereits solch geringe Methankonzentrationen misst, die der menschliche Geruchssinn noch lange nicht wahrnehmen kann. Rund 180.000 Euro investiert EAM jedes Jahr in die Rohrnetzüberprüfung.

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