Stefan Göttig und Manfred Klemme gewinnen Rallye „Hessisches Bergland“ knapp vor Konstantin Keil und Stefanie Fritzensteiner

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Waren bei der 3. ADAC-Rallye Hessisches Bergland nicht zu schlagen: Stefan Göttig (Fuldatal) und Manfred Klemme (Salzkotten) auf Mitsubishi Lancer Evo IX.

Fuldataler Mitsubishi-Pilot gewinnt nach 2015 zum zweiten Mal die vom ASC Melsungen ausgetragene Rallye.

Melsungen. Spannung vom Feinsten bot einmal mehr die ADAC-Rallye „Hessisches Bergland“, deren dritte Auflage am Wochenende in und um Melsungen, Helmshausen (Rhünda), Großropperhausen und Seigertshausen stattfand. Wie spannend es war, das zeigt allein die Differenz zwischen dem Sieger und dem Zweitplatzierten. Ganze 10,9 Sekunden trennten nach acht Wertungsprüfungen (WP), auf denen 68 Kilometer zu fahren waren, das Duo Stefan Göttig/Manfred Klemme (Fuldatal/Salzkotten) und deren Kontrahenten Konstantin Keil/Stefanie Fritzensteiner (Niestetal/Bielefeld).

Dabei sah am Anfang alles nach einem Erfolg von Keil/Fritzensteiner aus. Die beiden entschieden mit ihrem Citroen DS3 die kurzen Auf-takt-Wertungsprüfungen in Melsungen und in Helmshausen für sich und hatten – bevor es in den Knüll ging – 7,8 Sekunden Vorsprung auf Stefan Göttig/Manfred Klemme. Doch dann schlug die Stunde des Fuldatalers: Mit dem Mitsubishi Lancer Evo IX entschied dieser eine lange Wertungsprüfung nach der anderen für sich. Die WPs drei bis sechs gingen alle an den späteren Sieger.

Da nützte es auch nichts, dass Keil auf der WP sieben nocheinmal der Schnellste war. Mit dem Gewinn von WP acht machte Göttig den Sack endgültig zu und holte sich nach 2015 seinen zweiten Sieg bei der „Hessischen Bergland“. Platz drei – mit 1,08 Minuten Rückstand auf den Sieger – holte sich Dennis Rostek, der vor zwei Wochen die Werra-Meißner-Rallye gewonnen hatte. Titelverteidiger Jörg Schuhej hatte seinen Start aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen müssen.

Organisator: Manfred Eifert vom veranstaltenden ASC Melsungen: „Diesmal passte wirklich alles: Bei allerbestem Wetter bekamen die Zuschauer hochkarätigsten Rallyesport geboten – so soll es sein.“

Rainer Schlesinger und Beifahrer Horst Diemer hatten mit ihrem BMW 2002 ti bei der 36. Auflage der Historic-Rallye „Auf nach Melsungen“ die Nase vorn.

Weniger um Schnelligkeit als vielmehr um Gleichmäßigkeit ging es bei der „36. ADAC Historic Rallye ‘Auf nach Melsungen’ Retro“. Eifert erklärt: „Die Historic-Rallye ist eine Gleichmäßigkeitsprüfung. Hier bekommen die Teilnehmer eine feste Durchschnittsgeschwindigkeit vorgegeben, aus der sich die Sollzeit errechnet.“

Dieser am nächsten kamen Favorit Rainer Schlesinger (Calden) mit Beifahrer Horst Diemer (Kaufungen). Das Duo hatte im vergangenen Jahr auch die Retro-Rallye-Cup-Serie gewonnen. Schlesinger/Diemer absolvierten mit ihrem BMW 2002 ti die acht Wertungsprüfungen mit einer Gesamt-Sollzeitabweichung von 0,46 Sekunden. Zweite wurden Meike Peters und Hans Röhrs (VW Golf 2 GTI/Weyhe) mit einer Zeitabweichung von 0,92 Sekunden. Und auf Platz drei landeten Johannes Deeke/Meinolf Becker (Salzkotten) – ebenfalls auf BMW 2002 ti. Deren Zeitabweichung: 2,05 Sekunden.

„Es ist erstaunlich wie genau diese Teams die vorgegebenen Zeiten fahren können. So hat bei dieser Rallye eine Sollzeitabweichung von 5,3 Sekunden bei acht Wertungsprüfungen gerade mal für den 20. Platz gereicht“, kommentierte Eiffert das Ergebnis.

Und abschließend sagte der Organisator: „Der ASC Melsungen bedankt sich bei allen Helfern, Genehmigungsbehörden, Anwohnern, Teilnehmern und auch den Zuschauern, die durch ihr vorbildliches Verhalten den Sportwarten ihre Arbeit leicht gemacht haben.“

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