Rathaus Edermünde gestürmt: Narren übernehmen bis Aschermittwoch die Macht

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Ganz der Tradition wurde vergangenen Samstag das Rathaus in Edermünde durch die Karnevalisten gestürmt. Bürgermeister Thomas Petrich schwenkte schnell die weiße Fahne.

Edermünde. Das Rathaus der Gemeinde Edermünde liegt strategisch gut, denn eventuelle Angreifer müssen in Holzhausen immer erst bergauf. So dachte zumindest Bürgermeister Thomas Petrich am vergangenen Samstag, doch gegen die geballte Macht der Narrenschar hatten er und seine Getreuen keine Chance.

Schon von weitem hörte man die närrischen Truppen, die sich unaufhaltsam auf den Verwaltungssitz zubewegten. Angeführt von Eckhard Maurer, der mit einem weiteren Artilleristen die Konfetti-Kanone bediente, und begleitet von der Kapelle „Herrenabend“, marschierten die Karnevalisten in Richtung Rathaus.

Mit dem Mut der Verzweiflung rief Jörg Schnitzerling den Angreifern entgegen, „noch habt ihr die Möglichkeit umzukehren“, aber die ließen das Angebot ungehört verhallen. Nach wenigen Konfetti-Salven auf die errichteten Barrikaden sahen die Verteidiger ihre ausweglose Lage ein und der Burgherr schwang die weiße Fahne.

Bildergalerie: Narren stürmen Edermünder Rathaus

Fegen vor dem Sturm: „Hauskieper“ Thomas Petrich räumt noch schnell den Schnee auf dem Vorplatz. © Ulrich Köster
Sie stellen sich den übermächtigen Angreifern furchtlos entgegen: Jörg Dreismann (li.) und Jörg Schnitzerling vor dem Rathaus. © Ulrich Köster
Sie hält niemand auf: Eckhard Maurer und sein Mitstreiter schießen sich mit der Konfetti-Kanone den Weg frei. © Ulrich Köster
Um des lieben Friedens willen: Bürgermeister Thomas Petrich gibt auf und schwenkt die weiße Fahne. © Ulrich Köster
Stimmung vor dem Rathaus in Holzhausen: Die Narren aus Edermünde feiern gemeinsam die Rathaus-Erstürmung. © Ulrich Köster
Royaler Besuch im Rathaus (v.l.): Das Prinzenpaar der KGH, Bernhard I. und Karin III., Bürgermeister Thomas Petrich und Klaus Dickel. © Ulrich Köster
Eröffnung der Narren-Olympiade: Prinzessin Karin III. (li.) erläutert den Athleten die Disziplinen. © Ulrich Köster
Auf dem Weg zur Goldmedaille: Thorsten Peter (CCB) beim Biergläser-Halten. © Ulrich Köster
Schwache Weite, aber gute Haltungsnote: Bürgermeister Thomas Petrich beim Konfetti-Weitwurf. © Ulrich Köster
Sie tanzen für die KGH: Die Gardistinnen Laura Bachmann (li.) und Nancy Poller. © Ulrich Köster
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Glücklicherweise zeigten sich die Sieger gnädig, im Innern des Rathauses fielen sich die ehemaligen Gegner bereits in die Arme - den Schlüssel für die Gemeinde musste der Hausherr allerdings trotzdem abgeben. „Bis Aschermittwoch habt ihr alles geregelt – damit hinterher auch keiner mehr mäkelt“, reimte Petrich und stieß mit den Tollitäten Silke I. und Günter I. aus Besse sowie Bernhard I. und Karin III. aus Holzhausen auf das Finale der diesjährigen Kampagne an.

Letztere übernahm anschließend die Moderation und schickte das närrische Volk gleich wieder hinaus an die frische Luft. „Passend zu den Winterspielen in Südkorea, haben wir uns eine Narren-Olympiade ausgedacht“, sagte sie und kürte Thorsten Peter (CCB), Horst Hübler (KGH), Manuela Jankowski (Grifte) und den Bürgermeister zu Athleten.

Konfetti-Weitwurf, Biergläser-Halten und Kamelle-Weitspucken waren die Disziplinen, in denen sich die vier Kontrahenten messen sollten. Angefeuert von den Außenstehenden, gaben die Faschingssportler alles und wurden mit entsprechendem Beifall belohnt - am Ende entschied das Applausometer. „Es ist eine schöne Tradition, dass hier die Karnevalsvereine gemeinsam feiern“, freute sich Bürgermeister Thomas Petrich, der das Spektakel bereits zum vierten Mal miterleben durfte.

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