Reisebus des Dahme-Zeltlagers mit Kindern und Jugendlichen aus dem Schwalm-Eder-Kreis verunglückt: Zwei Schwerverletzte wurden in Klinik geflogen

Gestern Abend kam es auf dem Rückweg von einer Veranstaltung ins Freizeitlager Dahme zu einem Zusammenstoß des Reisebusses mit einem Rettungswagen. Es wurde ein Elterntelefon unter der Nummer 04364-4713736 eingerichtet.

Dahme. Zu zwei Schwer- und mehreren Leichtverletzten kam es am Samstagabend, als ein Reisebus mit Kindern aus dem Schwalm-Eder-Kreis in einen Unfall in Norddeutschland verwickelt worden.

Laut Polizei war der Bus mit Kindern und Jugendlichen auf dem Rückweg vom Besuch der Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) ins Jugendzeltlager des Kreises in Dahme.

Gegen 18.40 Uhr stieß der Reisebus auf der Landesstraße zwischen den Orten Lensahn und Cismar mit einem Rettungswagen zusammenstieß.

Nach ersten Ermittlungen wollte der Fahrer eines VW Passat im Bereich der Ortschaft Rüting nach links auf die Landesstraße 231 in Richtung Grube abbiegen. Er blien auf der Fahrbahn stehen, damit der ihm entgegen kommende, in Richtung Lensahn fahrende Rettungswagen vorbeifahren konnte.

Der Reisebus fuhr ebenfalls aus Richtung Lensahn kommend in Richtung Cismar und näherte sich dem Passat von hinten.

Den bisherigen Ermittlungen der Polizei zufolge stieß der Bus mit dem Rettungswagen zusammen, als er dem VW Passat über die Spur des Gegenverkehrs auszuweichen versuchte. Danach fuhr er in die Böschung. 

In dem Bus befanden sich neben dem Fahrer und den Betreuern 42 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und fünfzehn Jahre aus dem Jugendzeltlager des Schwalm-Eder-Kreises. Zwei schwer verletzte Insassen wurden mit zwei Rettungshubschraubern in nahegelegene Kliniken geflogen. Insgesamt waren 36 Rettungswagen im Einsatz.

Winfried Becker, Landrat des Schwalm-Eder-Kreises, ist auf dem Weg ins Zeltlager nach Dahme. Dort solle dann entschieden werden, ob man das Zeltlager abbrechen werde, sagte sein Stellvertreter, Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann, auf Anfrage unserer Zeitung. Ebenso sind viele Eltern bereits in der Nacht an die Ostsee gefahren, als sie von dem Unfall gehört haben.

Die beiden auf dem Weg zu einem Einsatz befindlichen Besatzungsmitglieder des Rettungswagens wurden ebenfalls leicht verletzt.

Ein zweiter Reisebus mit weiteren Kindern aus dem Schwalm-Eder-Kreis, der am Unfall nicht beteiligt war, holte nach Informationen der Lübecker Nachrichten noch während des laufenden Rettungseinsatzes gegen 21 Uhr die unverletzten Kinder und Jugendlichen ab, um sie zurück nach Dahme zu fahren. Vor Ort kümmerten sich sechs Notfallseelsorger um die Kinder und Jugendlichen.

Die Staatsanwaltschaft Lübeck prüft nun mittels eines Sachverständigen am Unfallort den Unfallhergang und dessen Ursache.  

Für weitere Informationen gibt es vom Schwalm-Eder-Kreis aus ein Elterntelefon unter der Nummer 04364-4713736. Betroffene erreichen dort die Betreuer und pädagogischen Mitarbeiter der Dahme-Freizeit.

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