Restaurant und Hotel in der Garvensburg machen dicht

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Das Schloss wurde von 1894 bis 1898 von dem Industriellen Wilhelm Garvens erbaut, einem Hannoveraner Geschäftsmann. Er baute sich ein Jagdschloss im Stil des späten Historismus, eine burgartige Villa, umgeben von einem englischen Garten. Reste der ehemaligen Burg Züschen wurden in den Bau integriert.

Eigentümer Harald Kneier: „Bei den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wäre ein ‘weiter so‘ unsinnig.“

Fritzlar-Züschen. Wer aktuell auf die Homepage des Restaurants und Hotels Schloss Garvensburg klickt ließt folgendes: „Liebe Besucher und Freunde der Garvensburg, trotz aller Bemühungen und großem Einsatz von allen Beteiligten in der Vergangenheit, ist es uns leider nicht möglich, den geregelten und verantwortungsvollen Hotel- und Gastronomiebetrieb weiterhin aufrecht zu erhalten. Schweren Herzens werden wir daher den Geschäftsbetrieb zum 01.01.2020 einstellen.“

Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt Eigentümer Harald Kneier: „Das ist eine Entscheidung, die uns nicht leicht gefallen ist. Aber angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wäre ein ‘wir machen weiter so wie bisher‘ unsinnig.“

Das Ende einer Ära

2004 kauften Harald Kneier und seine Frau Diana das Schloss Garvensburg. Jetzt wird der dortige Restaurant- und Hotelbetrieb zum Jahresende eingestellt.

Damit geht nicht nur für die Familie Kneier eine kleine Ära zu Ende. Auch zahlreiche Nordhessen verbinden mit der Garvensburg schöne Erinnerungen. Für nicht wenige Brautpaare war die Garvensburg „ihr“ Hochzeitschloss. Auch Funk und Fernsehen entdeckten das Ende des 19. Jahrhunderts im Stil des späten Historismus erbaute Jagdschloss für sich. So drehte beispielsweise 2012 Matthias Schweighöfer für den Film Schlussmacher auf Schloss Garvensburg. Geschichte sind dann auch die kulturellen Veranstaltungen in und an der Garvensburg – Konzerte, Ausstellungen – oder Ballonfahrten und Rundflüge.

Kneier Consult bleibt

„Leben“ wird es aber auch über den 31. Dezember 2019 hinaus auf der Garvensburg geben. Denn Harald Kneier wird mit seiner Personal- und Unternehmensberatung und einem nicht kleinen Team – die Kneier Consult GmBH beschäftigt rund 15 Mitarbeiter – weiterhin auf der Garvensburg vertreten bleiben.

„Und für alle diejenigen, die noch einmal feine internationale Küche mit französischer Note – liebevoll zubereitet unter Verwendung ausgesuchter regionaler Produkte– genießen wollen“, sagt Harald Kneier, „bis zum 31. Dezember hat man noch die Chance dazu.“

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