Zeit, die Leben retten kann: Melsunger Feuerwehr beklagt zugeparkte Straßen

Durch zugeparkte Straßen kann es zu lebensgefährlichen Zeitverzögerungen oder Ausweitungen der Schäden kommen.
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Die Melsunger Feuerwehr appelliert an die Autofahrer: Durch zugeparkte Straßen kann es unter anderem zu lebensgefährlichen Zeitverzögerungen kommen.
Hinweisschilder wie dieses sind meistens am Straßenrand oder Laternenpfählen aufgestellt.
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Hinweisschilder wie dieses weisen auf Hydranten hin.
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In Melsungen häufen sich die Beschwerden über zugeparkte Straßen. Gerade bei Rettungsfahrzeugen kann das zu lebensgefährlichen Zeitverzögerungen führen.

Melsungen. In den vergangenen Wochen häufen sich in Melsungen die Beschwerden, dass Straßen zugeparkt sind, oder Wendehammer und Zufahrten durch geparkte Fahrzeuge nicht nutzbar sind. Dieses Problem betrifft insbesondere Großfahrzeuge, wie die von der Müllabfuhr, Räum- und Streudiensten, aber auch die von Rettungsdiensten und der Feuerwehr. Oft werden auch Fahrzeuge gegenüber von Einmündungen abgestellt, was zu Behinderungen und Zeitverlust durch das Rangieren führt, so die Feuerwehr Melsungen in einer Mitteilung.

„Gerade, wenn die Fahrzeuge der Rettungsdienste nicht durchkommen, kann es zu lebensgefährlichen Zeitverzögerungen oder Ausweitung der Schäden kommen“, sagt Feuerwehrpressesprecher Helmut Wenderoth. Aber auch das Parken über Hydranten, die zur Löschwasserversorgung dienen, werde immer öfter beobachtet.

„Viele Verkehrsteilnehmer wissen anscheinend nicht, dass das Parken auf Schachtdeckeln, zu denen auch die Hydranten gehören, nach der Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt ist. Die Hydranten werden durch große weiße Schilder mit rotem Rand kenntlich gemacht. In der Aufschrift tragen Sie ein großes H mit der Angabe des Wasserrohrdurchmessers und der Entfernung des Hydranten von dem Schild“, erklärt der Pressesprecher.

Ordnungspolizistin Sandra Greb, die mit weiteren zwei Mitarbeitern des Ordnungsamtsbezirks den Verkehr nicht nur in Melsungen, sondern auch noch in weiteren vier Kommunen überwacht, spricht von einer immer größer werdenden Ignoranz der Verkehrsteilnehmer: „Einbahnstraßenregelungen und Halteverbotsschilder werden ignoriert.“ Dies komme sogar vor, wenn die Ordnungspolizisten direkt danebenstehen. Sehr oft hörten die Ordnungspolizisten, wenn sie die Verkehrsteilnehmer auf ihr Fehlverhalten ansprechen, die Aussage: „Wir bleiben doch nur zwei Minuten hier stehen“, oder auch „Seid doch nicht so kleinlich“.

Greb betont, die verkehrslenkenden Maßnahmen seien nicht aus Jux und Tollerei eingeführt worden, sondern um die Straßen für die berechtigten Verkehrsteilnehmer oder Rettungsahrzeuge, gerade in der engen Melsunger Innenstadt, offen zu halten. „Nicht auszudenken, wenn Löschfahrzeuge und die Drehleiter bei Bränden, oder Rettungswagen auf der Fahrt zu Personen, die in Lebensgefahr schweben und dringend ärztliche Hilfe benötigen, nicht durchkommen“, so Wenderoth.

Stadtbrandinspektor Frank Ebert, Ordnungsamtsmitarbeiterin Jennifer Zwillenberg und Ordnungspolizistin Sandra Greb, rufen dazu auf, gerade beim Parken Vernunft und Einsicht walten zu lassen.

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