Saftmobil in Röhrenfurth: Apfelbaum-Projekt der hiesigen Senioren

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Apfelsaft pressen, Saftmobil, Apfel, Röhrenfurth

Das Apfelbaum-Projekt der Senioreninitiative in Röhrenfurth trägt Früchte: Das Saftmobil kam vorbei, um Saft aus den geernteten Äpfeln zu pressen.

Röhrenfurth. Ob der alte Kaiser Wilhelm, die seltene Winterbanane oder der süßsäuerliche Schöner von Herrnhut – in und um Röhrenfurth stehen besonders vielfältige Apfelbaum-Sorten. Damit deren Früchte nicht einfach verfaulen, hat sich die Senioreninitiative "Wir in Röhrenfurth (W.i.R.)" zusammen getan und die saftigen Äpfel mithilfe der Jugendfeuerwehr geerntet. Am Freitag kam dann das Saftmobil aus Gudensberg vorbei und hat die insgesamt rund vier  Tonnen der heimischen Frucht gepresst. Den Saft verkauft die Senioreninitiative für einen kleinen Obulus.

Der Erfolg gibt ihnen Recht: Im letzten Jahr, als das Saftmobil zum ersten Mal im Ort war, wurden so innerhalb von zwei Wochen 2.300 Liter verkauft. "Hier in Röhrenfurth gibt es tolle Äpfel. Und wenn man diese schon vor der Nase hat, sollte man sie auch genießen", meint die Initiatorin des Projekts Maria Beier. Dabei gilt es auch, das heimische Gut zu schützen, wie sie sagt. Deshalb erntet und verkauft die Senioreninitiative nicht nur die Äpfel und deren Saft, sondern katalogisiert auch den Bestand der Bäume. "Schätzungsweise 400 Apfelbäume stehen in Röhrenfurth auf öffentlichem Raum. Davon haben wir von der Initiative bereits um die 300 Bäume erfasst und die Sorten bestimmt", sagt Maria Beier.

"Tolle Bäume, seltene Sorten"

In diesem Jahr sei die Ernte im Vergleich zum Vorjahr mittelmäßig ausgefallen: "Erst hatte ich Sorge, dass wir die ganzen Saftvorbestellungen nicht einhalten können, doch es wird reichen", so Beier. Deshalb sei auch die Pflege der Bäume so wichtig, die ebenfalls von einigen "W.i.R."-Mitgliedern und -Helfern übernommen wird. "Die Äpfel brauchen Licht und Platz, um gut zu gedeihen, aber manche Bäume haben zu dichte Kronen. Die Äste müssen regelmäßig geschnitten werden, damit die Früchte größer und schöner werden. Und das wurde hier zum Teil seit gut 15 Jahren nicht mehr gemacht", erklärt die Initiatorin. Zwar seien nicht alle Apfelbäume in einem guten Zustand, "aber viele der alten Bäume sind einfach toll. Und tragen zum Teil seltene Sorten wie etwa die Winterbanane."Mit den Einnahmen des Saftverkaufs muss die Arbeit des Saftmobils bezahlt werden. "Die Naturland-Stiftung unterstützt uns dabei und hat eine Anschub-Finanzierung geleistet. Auch konnten wir mithilfe der Stiftung Schnittkurse anbieten", erzählt Maria Beier. Das Interesse daran sei groß gewesen, deshalb hoffe Beier nun, dass sich viele Helfer für die bevorstehenden Pflegearbeiten finden lassen. "Bei uns ist jeder willkommen, egal, ob jung oder alt."

Mehr Infos zu der Senioreninitiative und dem Apfelbaum-Projekt auf www.wir.roehrenfurth.de

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