Schützenhaus Beiseförth: Zwei Einbrüche innerhalb drei Wochen

Der Schützenverein Beiseförth ist schwer getroffen: Innerhalb drei Wochen wurde in das Schützenhaus zweimal eingebrochen.

Beiseförth. Der Schock sitzt noch tief bei Susanne Vogt. Als sie das Vereinsheim des Beiseförther Schützenvereins betritt, fällt ihr sofort der aufgebrochene Waffenschrank ins Auge. "Die Waffen lagen auf dem Boden. Gut möglich, dass damit geschossen wurde", berichtet Vogt fassungslos.

Innerhalb drei Wochen wurde zweimal in das Schützenhaus eingebrochen. Geklaut wurden lediglich 20 Cent – die Schäden am Gebäude und im Inneren jedoch sind weitaus größer. Mit äußerster Gewalt versuchten die Täter die Türen des Vereinsheims aufzubrechen – beide Male ohne Erfolg. Doch je stärker die Türen, desto schwächer das Badezimmerfenster:  Dieses konnten die Täter beim ersten Einbruch am 9. Dezember schließlich auhebeln, um in die Vereinsräume zu gelangen.  Ebenso in der Nacht zum Dienstag, 27. Dezember, gegen 0.30 Uhr, wie Vogt von einem Zeugen erfuhr. "Das Badfenster war nach dem ersten Einbruch nur provisorisch abgedichtet, da wir noch auf Rückmeldung der Versicherung warteten", erklärt Susanne Vogt das leichte Einsteigen der Täter.

Jedesmal haben sie das komplette Schützenhaus durchsucht: "Schränke wurden aufgebrochen, in der Küche alle Schubladen aufgerissen. Einfach alles verwüstet", so die Vorsitzende gegenüber unserer Zeitung.

"Ich wurde eines Besseren belehrt"

In der Nacht zu Dienstag konnten die Eindringlinge auch den Waffenschrank knacken. "Zum Glück haben wir keine scharfen Waffen, lediglich Luftdruckgewehre." Mitgenommen wurde jedoch nichts. "Ich vermute, dass sie an den Tresor wollten. Da ist aber nichts drin, keine Waffen, kein Geld", betont Susanne Vogt. Und Geld fehlt jetzt mehr denn je: "Auf den Kosten bleiben wir sitzen. Eine Einbruchsversicherung haben wir nicht. Nur die Schäden am Gebäude werden vielleicht übernommen, aber bei zwei Einbrüchen kurz hintereinander wird das auch schwierig", meint Susanne Vogt.

Erst kürzlich hätten die Mitglieder über Maßnahmen zum Schutz,  wie etwa Videokameras, diskutiert: "Aber ich dachte, die kommen nicht nochmal. Jetzt wurde ich eines Besseren belehrt". Laut Vogt wolle die Gemeinde seit  Sommer dieses Jahres eine Laterne aufstellen. "Beim Bauhof habe ich gefragt, wann die Laterne denn endlich kommt. Dort meinten die Mitarbeiter nur, dass das noch in Planung sei", ärgert sich Susanne Vogt. Und noch etwas stößt der Schützen-Vorsitzenden  sauer auf: Die Polizei habe beim zweiten Einbruch kaum etwas unternommen: "Beim ersten Mal hat die Kripo noch richtig Spuren untersucht, jetzt wurde der Einbruch nur aufgenommen, mehr nicht."Trotz allem will sich der Schützenverein nicht entmutigen lassen. "Wir feiern jetzt erst recht unseren Jahresabschluss. Und hoffen auf Spenden, so dass wir die Schäden reparieren lassen können."

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